Tag 15 – Tief

Heute nur ein kurzes Update, damit ihr wisst, dass es uns gut geht. Nach der schlaflosen Nacht vorgestern konnten wir gestern immerhin einen halben Tag mit Nordwestwind unseren Kurs gen Antigua fahren. Gegen Abend ließ dieser aber nach, bis er ganz weg war. Nach zwei Stunden motoren, um Wasser zu machen und die Batterien aufzuladen, setzte langsam ein West- bzw. Westsüdwestwind ein, gegen den wir nicht gegenan wollten. Daher schalteten wir die Motoren aus und ließen uns über Nacht mal wieder treiben. Leider frischte der Wind in der frühen Nacht auf 5 Beaufort auf und warf dabei steile Wellen auf. Deshalb fing unsere Silence an, sich wild hin und her zu rollen, so dass an eine ruhige Nacht mal wieder nicht zu denken war. Seit heute morgen versuchen wir nach Süden, nun doch gegenan, weiter vom Kern des Tiefs wegzukommen, denn in dieser Richtung soll der Westwind abnehmen. Außerdem sind wir dann in einer guten Position, wenn der Passat morgen oder übermorgen wieder einsetzt. Ich denke, bis dahin werden wir unsere Taktik „Tags fahren, Nachts schlafen“ anwenden, denn im Moment können wir sowieso nicht in die richtige Richtung segeln.
So jetzt gibt’s erstmal Frühstück mit frischem, selbstgebackenem Brot. Das wird allerdings eine Herausforderung, denn da wir gerade gegen 5 Windstärken fahren, fliegt alles, was nicht niet- und nagelfest ist hin und her. Man bräuchte also 5 Hände um Teller, Tasse, Messer, Marmelade, Wurst, Käse festzuhalten und dann gleichzeitig noch was zu essen ;-).

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