Cluburlaub in der Prickly Bay

Irgendwie haben wir das Gefühl, dass ihr momentan alle in den Sommerferien seid, da es bereits seit Wochen keine Kommentare mehr auf unserer Website gibt.

Deshalb haben auch wir uns quasi einen Cluburlaub gegönnt. Da wir ja die Hurricane-Saison größtenteils auf Grenada abwettern, haben wir uns hier eine schöne Bucht gesucht, von der aus wir unsere ganze Einkaufsliste abarbeiten können und gleichzeitig aber auch noch einigermaßen schön liegen. Und dazu ist die Prickly Bay ideal.

Wir kommen uns tatsächlich etwas vor wie im Cluburlaub. Montags und Donnerstags gibt es von 8:30-10:00 Uhr Yoga und Dienstags und Freitags ist von 8:30-9:30 Tai Chi. Zwei Nachmittage die Woche wird Domino gespielt, Dienstags abends ist Quiz-Abend im Restaurant, Mittwochs gibt es Bingo, Donnerstag ist Salsa-Nacht, usw. Außerdem gibt es im Restaurant sehr leckeres Essen, z.B. Montags wahnsinnig gute Pizzen zum halben Preis (eine kostet dann ca. €5,50).

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Am Yoga nehme ich regelmäßig teil und versuche mir so viel wie möglich zu merken, so dass ich dann in Zukunft auch jeden Morgen auf dem Boot etwas Yoga machen kann. Ich habe gar nicht mehr gewusst, wie sehr mir das gefehlt hat.

In Tai Chi habe ich mich auch zwei Mal versucht, aber da bin ich leider gescheitert. Schon in der Schule hatte ich immer meine Schwierigkeiten bei Jazz-Tanz und Aerobic. Sobald ich mit Armen und Beinen gleichzeitig irgendwelche Bewegungen durchführen soll, bin ich total überfordert. Und dann soll das ganze auch noch synchron mit den anderen sein. Nee, das war bei mir leider nicht drin. Und bevor ich den armen Tai Chi Lehrer völlig zur Verzweiflung bringe, habe ich es lieber wieder gesteckt (glücklicherweise hat er bereits eine Glatze, so dass er sich wegen mir nicht die Haare raufen konnte).

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Gestern Abend waren wir zum ersten Mal bei der Quiz-Show und diesen Abend werden wir nicht so schnell vergessen. Das Quiz bestand aus 20 Fragen, die der Quizmaster über ein Mikrophon vorlas. Wir waren ja beide der Meinung, dass wir mittlerweile doch sehr gut englisch sprechen, aber bereits nach der ersten Frage sahen wir uns sprachlos an. War das tatsächlich englisch, was der gute Herr da vorne sprach? Das Mikro verzerrte alle Wörter bis ins Unkenntliche und wir verstanden lediglich einzelne Brocken. Wir jubelten bereits, wenn wir mal eine Frage vollständig verstanden, was uns dann aber auch oft nicht weiterhalf, weil wir die Antwort nicht wussten. Wie sollten wir z.B. wissen, welches der korrekte englische Fachbegriff für Kopfsteinpflaster ist oder wie Glutenunverträglichkeit auch noch genannt wird. Doch dann kam eine Frage, in der es um irgendetwas deutsches ging. Wir freuten uns schon, doch das einzige was wir verstanden waren die Worte: two, german, Moisn, Träsdn, invent. So ein Sch…, von diesen beiden deutschen Menschen hatten wir noch nie etwas gehört. Nachdem wir von den 20 Fragen ca. 10 verstanden und 5 beantwortet hatten, gab es eine Pause, in der der Quizmaster plötzlich Zettel verteilte. Ach, hätte er das nur schon früher getan, denn auf den Zetteln standen alle Fragen und wir konnten uns diese in Ruhe anschauen. Als wir die „deutsche Frage“ lasen, mussten wir dann lauthals lachen: bei Moisn und Träsdn handelte es sich gar nicht um Menschen, sondern um Städte und zwar um Meisen und Dresden. Die spinnen die Engländer! Insgesamt beantworteten wir dann ca. 15 Fragen wobei wir bei einigen einfach mal irgendetwas hinschrieben. Dann lasen wir oben auf dem Blatt, dass man 10 Antworten einkreisen könne, um bei einer richtigen Antwort die doppelte Punktzahl zu bekommen. Also kreisten wir 10 Antworten ein, von denen wir glaubten, dass sie eventuell richtig sein könnten und waren bereit unser Blatt abzugeben. Doch oh weh, das Quiz war noch gar nicht fertig. Wir wurden aufgefordert das Blatt umzudrehen und dann ging es weiter mit den nächsten 20 Fragen. Auch hier verstanden wir wieder ungefähr die Hälfte der Fragen nicht, aber was soll´s, wir wollten sie dann einfach beantworten, wenn wir das Blatt mit den Fragen ausgehändigt bekommen. Aber da wurden wir ganz schön veräppelt! Denn in der zweiten Runde gab es kein solches Blatt und wir hatten somit nur die Hälfte der Fragen beantwortet. Na ja, das war zwar sicherlich nicht toll, aber bei ca. 25 Fragen hatten wir ja zumindest Antworten und bei einigen waren wir uns auch sehr sicher, dass diese stimmen. Dürfte also nicht allzu tragisch sein. Wir gaben also unser Blatt ab und bekamen dafür ein Blatt von einem anderen Team, das wir korrigieren sollten. Und nun erfuhren wir, dass es für eine richtige Antwort einen Punkt, für eine eingekreiste richtige Antwort zwei Punkte (soweit war das ja auch noch aus der Anleitung hervorgegangen), aber für eine falsche eingekreiste Antwort minus vier Punkte gibt. Oh weia! Wir hatten ja aufs Geradewohl 10 unserer Antworten auf der ersten Seite eingekreist, aber wir waren uns sicher, dass diese nicht alle stimmen. Na das konnte ja heiter werden. Und das wurde es dann auch. Denn als alle Blätter ausgewertet waren, wurden wir als allererstes aufgerufen. Uns war sofort klar, dass wir den ersten Platz von hinten errungen hatten, doch der Quizmaster hatte noch eine Überraschung für uns bereit. Wir hatten gerade mal 3 (!) Punkte gemacht und damit die zweit schlechteste Leistung seit Anbeginn der Quiz-Show erzielt. Das sorgte natürlich für ziemlich viele Lacher und wir sind uns sicher: hier in der Bucht kennt uns nun jeder! Aber immerhin gab es einen tollen Trostpreis: eine Flasche Rum-Punch, um die uns später einige der anderen Teams, nach Erhalt ihres Preises, beneideten 😉

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Und was ist die Moral von der Geschicht: spiele ausländische Quiz-Shows nur mit einem Muttersprachler im Team und frage lieber mal vorher nach den Regeln!

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5 Gedanken zu „Cluburlaub in der Prickly Bay

  1. Hallo Ihr beiden, also, ich war bis jetzt dieses Jahr noch nicht in Urlaub, aber vor allem die letzten Wochen sehr beschäftigt. Na, das wäre ja etwas für mich gewesen… ich liebe ein gutes Quiz 🙂 Kopfsteinpflaster kenne ich nur als „cobble stone (pavement)“. Wäre das korrekt gewesen?

    LG
    Christin

    • Hi Christin,
      ja, celiac disease ist richtig, aber mir war noch nicht einmal das deutsche Wort hierfür bekannt. Bei der Frage mit dem Kopfsteinpflaster weiß ich die Antwort leider nicht mehr. Ich glaube die Antwort fing mit einem „d“ an und ein „ll“ war auch noch enthalten. Cobble stone stand leider bereits in der Frage ;-(
      LG Andrea

  2. Schreibt doch mal wieder was zum Segeln bzw. Seemannschaft und wie es eurer Silence geht.
    Könnt ihr da, wo ihr jetzt seid, bleiben, wenn wirklich ein Hurricane kommt? Habt ihr noch zusätzliche Anker um Silence gut festmachen zu können?

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