Andrea und die Berberaffen: Teil 2

Glücklicherweise ging unser Flug vergangene Woche tatsächlich pünktlich um 14 Uhr los und kam auch genauso pünktlich am Donnerstag Morgen um 6 Uhr in Düsseldorf an. Doch leider war man dort anscheinend nicht so richtig auf uns vorbereitet und so gab es etwas Probleme das Gepäck aus dem Flugzeug in die Ankunftshalle zu schaffen. Ca. alle 20 Minuten kamen 5-6 Koffer auf dem Gepäckband angerollt und dann war wieder warten angesagt. Nach zwei Stunden war es dann so weit: endlich durften wir meine Mutti und Werner in die Arme schließen!

Eifel101 Eifel102

Die Eifel zeigte sich von ihrer schönsten Seite und begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und wir bewunderten begeistert die unglaublich grünen saftigen Wiesen. Nach der Wüstenlandschaft von Curacao und Bonaire ist das ein ziemlich großer Kontrast.

Eifel105 Eifel103 Eifel104

Nachdem wir am Freitag einen gemütlichen Tag verbrachten und versuchten unseren Jetlag loszuwerden, fuhren wir am Samstag zum Wild- & Erlebnispark Daun. Die Besonderheit dieses Parks besteht darin, dass man ihn auf einer 8km langen Strecke mit dem Auto durchfahren kann und an bestimmten Stellen aussteigen und die Tiere füttern darf. Es gibt dort Wildschweine, Rotwild, Damwild, Mufflons, Lamas, Esel, Emus u.v.m.. Die Lamas, Esel, Mufflons und auch das Rotwild fressen einem aus der Hand und Lamas, Esel und Mufflons lassen sich sogar bereitwillig streicheln.

Eifel115 Eifel113 Eifel114 Eifel110 Eifel107 Eifel106 Eifel109 Eifel108 Eifel111

Eifel112

Außerdem gibt es im Park noch eine Falknerei und auch ein Affenfreigehege. Wir besuchten die Flugshow der Falknerei und danach schlenderten wir durchs Affengehege, wo ca. 80 Berberaffen gehalten werden. Wenn mir nur mal jemand vorher gesagt hätte, dass diese Berberaffen ursprünglich aus Gibraltar stammen, dann wäre ich vielleicht auf das folgende Ereignis etwas besser vorbereitet gewesen. Damals in Gibraltar hatte ja ein Affe versucht mir mein kostbares Twix zu klauen und auch hier sollte es wieder zu einem kleinen Zwischenfall kommen.

Eifel116 Eifel117

Wir schlenderten einen Weg entlang und sahen einen großen Affen auf einem Baumstamm sitzen, während in einiger Entfernung ein paar kleinere Affen in einem Käfig wild herumsprangen. Neugierig ging ich etwas näher an diesen Käfig heran und sah darin ein ganz junges Äffchen munter von Ast zu Ast springen. Ich stand ganz still und es kam immer näher auf mich zu. Ich dachte es sei neugierig, doch anscheinend hatte es mich einfach nicht bemerkt. Und als es ganz nah war, sah es mich plötzlich, erschrak, drehte sich um und flüchtete sich aus dem Käfig heraus auf den Rücken der Mama. Ich schaute etwas verdutzt drein, weil ich gar nicht gesehen hatte, dass der Käfig offen war, doch bevor ich auch nur einen Schritt in irgendeine Richtung machen konnte, schoss Frau Mama schon mit gebleckten Zähnen auf mich zu und von der anderen Seite kam ein anderer Affe und schnitt mir den Fluchtweg ab. So stand ich eingekeilt zwischen zwei zähnefletschenden Affen und mir blieb nur noch die Flucht den Berg hinunter. Die beiden jagten mir ganz schön Angst ein und mir raste das Herz. Ich fragte mich, wie es die Parkleitung verantworten kann, dass an diesem Käfig keinerlei Warnschilder stehen, die einem darauf hinweisen, dass man mehrere Meter Abstand halten sollte. Doch anscheinend passiert so etwas nur, wenn ich dem Käfig zu nahe komme, denn ich sah später immer wieder andere Besucher direkt vor dem Käfig stehen und den Äffchen zuschauen, ohne dass irgend etwas passierte. Ich glaube Berberaffen können mich nicht ausstehen!

Eifel118

Dennoch war es ein wunderschöner Tag und wenn Ihr jemals in der Eifel seid, solltet Ihr diesem Park unbedingt einen Besuch abstatten!

Übrigens habe ich mittlerweile auch Fotos in unseren letzten Beitrag eingefügt. Wenn Ihr diese anschauen möchtet, könnt Ihr dies hier tun.

Gratisübernachtung im Trupial Inn

Wie Ihr Euch sicherlich denken könnt, kam unser Ersatzteil natürlich nicht pünktlich an. Aber der Hohn an der Sache war, dass wir zusätzlich zum Krümmer noch mehrere andere Teile bestellt hatten und alles außer dem Krümmer vergangenen Mittwoch da war. Der Krümmer landete dann Mittwochs nachmittags auf Curacao, musste aber erst noch durch den Zoll und da hier immer gilt: „gut Ding will Weile haben“, hielten wir ihn erst Freitag um 11 Uhr in den Händen. Kai baute ihn sofort ein, wir starteten die Motoren und ab ging es in den Slip. Und gegen 14 Uhr stand unsere Silence dann auf dem Trockenen.

Gratisübernachtung Curacao02 Gratisübernachtung Curacao01 Gratisübernachtung Curacao04 Gratisübernachtung Curacao05 Gratisübernachtung Curacao06 Gratisübernachtung Curacao13

Samstags legten wir gleich mit den ersten Arbeiten los und natürlich war es, wie es wohl immer ist, wenn man auf die Werft geht: ständig entdeckt man neue Dinge, die man austauschen oder reparieren muss. So sahen wir z.B. beim Ölwechsel der Saildrives, dass auf der Backbordseite schon wieder Wasser im Öl war und die Reparaturarbeiten damals auf Lanzarote nicht unbedingt von Erfolg gekrönt waren. Die Welle ist zu sehr eingelaufen und wir müssten sie eigentlich erneuern, was uns ca. €750,- kosten würde. Da werden wir nochmal etwas in uns gehen müssen, ob uns eine andere Lösung einfällt.

Gratisübernachtung Curacao08 Gratisübernachtung Curacao11 Gratisübernachtung Curacao12

Gratisübernachtung Curacao09 Gratisübernachtung Curacao10

Außerdem wollten wir unsere Silence einmal komplett von Antifouling u.ä. befreien und holten uns dafür einen Kostenvoranschlag. Wir rechneten mit ca. €600,-, das Angebot lautete dann auf €1.500,-! Tja, da mussten wir nicht lange nachdenken: diese wirklich nicht schöne und sehr schmutzige Arbeit werden wir dann wohl selbst übernehmen, nachdem wir uns in Deutschland eine Schleifmaschine gekauft haben.

Es gab noch mehrere solch unerfreuliche Dinge, aber ich verzichte mal drauf, Euch diese alle aufzuzählen.

Ach, was waren wir froh, als wir gestern unsere Silence abschließen konnten, und uns unsere Seglerfreunde Mary Jo und Robert zum Flughafen fuhren. Denn nach mehr als zwei Jahren auf unserer Silence haben wir zum ersten Mal Heimaturlaub gebucht. Ja, und darauf freuten wir uns auch schon seit langem. Ich weiß, Ihr denkt nun alle „was schwätzt die denn, die beiden machen doch schon seit zwei Jahren Urlaub“, aber das Leben auf dem Boot ist wahrlich kein Dauerurlaub und so freuen wir uns riesig, dass wir nun für sechs Wochen im Hotel Mama einquartiert sind und sechs Wochen lang keinen einzigen Tag an unserer Silence rumbasteln müssen.

So checkten wir also gestern am Flughafen von Curacao ein und freuten uns wie die Kinder, als der Flieger um 22:05 Uhr auf die Startbahn rollte. Aber da hatten wir uns zu früh gefreut, denn leider gab es ein Problem mit einem Ventil und der Start verzögerte sich. So schauten wir uns auf dem tollen Entertainment-Programm von Airberlin eine Komödie an und nach ca. 2 Stunden wurde uns dann mitgeteilt, dass wir gerade eine Nacht in einem schönen Hotel auf der Insel gewonnen hätten. Wir wurden also alle wieder ausgeladen, das Gepäck kam auch wieder aus dem Flieger und wir wurden in verschiedene Hotels gekarrt. So ca. gegen 4:00 Uhr waren wir im Bett und um 8:45 Uhr wurden wir geweckt und uns wurde mitgeteilt, dass wir um 11:00 Uhr zurück zum Flughafen gefahren werden. Da wir nun sowieso schon wach waren, duschten wir uns gleich und gingen direkt zum Frühstücksbuffet. Und dort haben wir uns mehr als eine Stunde lang den Bauch vollgeschlagen. So haben wir zum Frühstück schon lange nicht mehr geschlemmt!

Gratisübernachtung Curacao14 Gratisübernachtung Curacao15 Gratisübernachtung Curacao16

Gratisübernachtung Curacao17

Und jetzt werden wir uns gleich mal auf den Weg zur Rezeption machen, um einen neuen Anlauf zu starten. Angeblich soll der Flieger nach Düsseldorf um 14:00 Uhr abfliegen. Hoffen wir mal, dass das so stimmt!