Grenada Episode 2 – Natur pur

Während wir auf unserer ersten Tour den Schwerpunkt auf die ess- und trinkbaren Produkte Grenadas legten, wollten wir uns auf der nächsten Tour mehr der Natur widmen.

So starteten wir unsere zweite Inseltour mit einem Abstecher zum hoch über St. George’s gelegenen Fort Matthew, von dem man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und unsere Ankerbucht hat.

Danach ging es weiter zu den Annandale Waterfalls, die sehr leicht über einen geteerten Weg erreichbar und somit aber auch ziemlich touristisch sind. So schossen wir hier nur schnell ein paar Fotos, bevor wir direkt weiter fuhren zum Grand Etang. Vom Besucherzentrum aus hat man einen schönen Ausblick auf diesen alten Kratersee. Doch auch hier war gerade ganz schön was los, weil morgens ein Kreuzfahrtschiff in St. George’s angekommen war. So ließen wir Andreas geschwind alleine den Ausblick genießen und fuhren dann gleich weiter zu den Seven Sisters Waterfalls.

Hierbei handelt es sich, wie der Name schon erahnen lässt, um sieben Wasserfälle, von denen wir jedoch nur die ersten beiden anschauen wollten, weil die anderen fünf nur über eine lange und anstrengende Wanderung erreichbar sind. Hier wurden wir dann auch prompt die Touristen los und wanderten fast alleine zu den Wasserfällen und zurück. Der Weg war anfangs sehr breit, verengte sich aber zunehmend, führte irgendwann viele Treppenstufen nach unten, bis er plötzlich vor einer Furt endete. Hm, ob wir da wohl trockenen Fußes hinüberkommen? Einer schaffte es, die anderen beiden leider nicht! Doch da wir mit einer schönen Aussicht belohnt wurden, war das nicht so schlimm. Nach ca. 1 1/2 Stunden waren wir zurück am Besucherzentrum und wir konnten uns auf der Weiterfahrt mit dem Auto etwas ausruhen.

Unser Weg führte uns durch’s Hinterland Grenadas über eine der schönsten Straßen der Inseln. Diese führt direkt durch das Belvidere Estate, die größte Muskatnuss-Farm Grenadas. Meilenlang wanderte diese Straße durch herrliche grüne Landschaft und tatsächlich sahen wir überall Muskatnuss-Bäume, aber auch Orangen- und Kakaobäume.

Als wir endlich wieder auf der Hauptstraße ankamen war es bereits früher Nachmittag und es plagte uns der Hunger. So fuhren wir auf Empfehlung einer Bekannten zur Petite Anse, wo ein wunderschönes kleines Hotel direkt am Strand steht. Dort bekamen wir auf der Terrasse mit Blick auf die vorgelagerten Inseln einen leckeren Imbiss serviert und genossen den tollen Ausblick und das Meeresrauschen. Am liebsten wären wir hier ewig sitzen geblieben!

Doch wir hatten ja noch mehr auf dem Programm stehen. Und so machten wir nach dem Essen einen kurzen Spaziergang zum Strand bevor es weiterging zum nordwestlichsten Punkt der Insel, einer Ortschaft namens Sauteurs. Der Name stammt aus dem französischen und bedeutet Springer und die Stadt heißt so, weil sich hier im Jahre 1651 die letzten karibischen Ureinwohner von einer 40 Meter hohen Klippe ins Wasser stürzten, um der Herrschaft der französischen Eroberer zu „entkommen“. Es ist ein geschichtsträchtiger Ort, der auch noch einen Jahrhunderte alten Friedhof beherbergt.

Am späten Nachmittag mussten wir uns dann wieder auf den Rückweg machen. Im letzten Sonnenlicht fuhren wir durch Gouyave, ein wunderschönes Fischerdorf an der Westküste, und kamen im Dunkeln in St. George’s an. Hier verstrickten wir uns etwas im Einbahnstraßengeflecht der kleinen Gässchen und vor allem Kai war sehr froh, als er uns endlich sicher ans andere Ende der Stadt gebracht hatte.

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