Wetterkapriolen

Nachdem bereits die letzte Hurrikan-Saison wesentlich aktiver war, als die bisher von uns in der Karibik erlebten, geht es mit dem verrückten Wetter nun weiter.

Bereits im Januar hatten wir teilweise Windstärke 6 (ca. 50 km/h Wind). Dann gab es wieder ein paar Tage mit recht wenig Wind, bevor es wieder anfing zu blasen.

Doch der Februar toppt alles, was wir in den letzten 4 1/2 Jahren auf unserem Boot erlebt haben. Anfang Februar hatten wir erneut mehrere Tage in Folge Windstärke 6. Ständig zogen Regenschauer durch, die nochmals ca. 15 km/h Wind mehr mit sich brachten. Der Regen klatschte an unsere Fenster und Luken und wenn man rausging föhnte es einem die Frisur vom Kopf. Wie freuten wir uns, als es dann ein paar Tage Verschnaufpause mit lediglich 3 Beaufort gab.

Aber die Verschnaufpause war nur von kurzer Dauer, denn seit Freitag bläst es wie verrückt. Wir haben den ganzen Tag Windstärke 6-7 (50-60 km/h Wind) und leider auch die ganze Nacht. Zwischendurch gibt es auch immer wieder Regenschauer mit noch mehr Wind und der Regen prasselt teilweise wie Hagel auf unsere Luken. Seit Donnerstag haben wir keine Nacht mehr durchgeschlafen. Manchmal schlagen fast meterhohe Wellen an unseren Rumpf, der Wind pfeift und tobt und wir kommen uns vor, als ob wir mitten auf dem Atlantik in einen Sturm geraten wären.

Bis Samstag haben wir dennoch jeden Tag versucht zu kiten, doch seit Sonntag bläst es so heftig, dass wir nur ab und an mal die Nasenspitze rausstrecken. Wir haben einfach keine Kites, die klein genug sind für diesen starken Wind…

Außerdem fühlt sich dieses Jahr der karibische Winter extrem kalt an, nicht zuletzt natürlich bedingt durch den Wind. Jedes Mal kommen wir frierend und bibbernd vom Kiten ans Boot zurück. Nach dem Duschen ziehe ich mir lange Hosen und langärmelige Sweatshirts an und kuschele mich auf die Eckbank. Mittags gibt es oft heißen Tee mit Kuchen oder Spekulatius und wir haben schon seit Wochen nicht mehr draußen gegessen.

Verglichen mit der Heimat ist aber selbst dieser „extreme“ Winter noch recht angenehm: wir haben tagsüber im Moment 28°C, abends geht’s runter auf 25°C und die Wassertemperatur liegt ebenfalls bei 25°C. Und zwischen den ganzen Schauern scheint auch immer wieder die Sonne und lässt das aufgewühlte Wasser türkisblau erstrahlen. Dadurch gibt es jeden Tag viele wunderschöne Regenbogen zu bewundern. Aber dennoch sind wir beide froh, wenn der Wind endlich etwas nachlässt und wir auch mal wieder ein paar Nächte durchschlafen dürfen!

2 Gedanken zu „Wetterkapriolen

  1. Hallo ihr Beiden,

    ich hoffe, ihr konntet inzwischen wieder durchschlafen.
    In Hoggene haben wir noch -bei Sonnenschein und leichtem Wind- „bissige“ Minusgrade. Und schon gehts wieder aufwärts: Grippaler Infekt endlich auskuriert und zehn Grad plus zum Wochenende in Aussicht.

    Herzliche Grüße,
    Stefan

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