Fotos, Fotos, Fotos

So, jetzt haben wir Euch lange genug auf die Folter gespannt. Hier endlich die versprochenen Fotos:

1Abfahrt 2Lanzarote 3erster Sonnenuntergang 4Delphine 5Spibaum 6Frühstück 7Spi 8Sonnenaufgang 10Andrea ko 12Solarpanels 13Obst aussortieren 11Sonnenaufgang2 14Duschen draußen 15Dorade 16Genua 18Regenbogen 19Schauer im Sonnenuntergang 20Sonnenuntergang 21TiefWetterkarte 22Sonnenaufgang Tief 23Baden im Atlantik 24Feier Halbzeit 25Blitzableiter 26kaputter Spibaum 27reparierter Spibaum 28Schietwetter 29Radar Squall 30Auf Regen folgt Sonne 31anderer Segler 32Selbstmörder 33Genua viel Wind 34Kai schläft im Salon 35Squalls2 36Schauer 37Schauer2 38Sonnenuntergang 39Kai schläft 40Andrea schläft 41Schietwetter warm 42Tanker 43Kai Tuna Angel 44English Harbour

Wir hätten Euch so gerne noch ein paar Fotos von unserem teilweise wirklich spektakulären Seegang gezeigt, aber leider kommt das auf den Fotos überhaupt nicht raus. Da sieht eine 4m-Welle dann aus wie leichter Wind auf dem St.Leoner-Baggersee.

Der Beitrag zu unseren gestrigen Erlebnissen folgt entweder später oder morgen. Schließlich müssen wir Euch langsam aber sicher wieder etwas entwöhnen und aus der Daily-Soap dann eher eine Two-times-a-week-Soap oder Weekly-Soap machen. Denn wenn wir jeden Tag einen Blogeintrag mit Fotos veröffentlichen, dann kommen wir nicht mehr dazu, irgend etwas zu erleben, dass wir dann in diesem Blog beschreiben könnten 😉

Tag 26 – Reif für die Insel

Heute melden wir uns hoffentlich das letzte Mal von See aus. Ich weiß, dass ich mich hier wiederhole, aber es wird wirklich, wirklich Zeit, dass wir ankommen, denn wir sind ja sowas von reif für die Insel! Die Windstärke und die Wellenhöhe sind nämlich weiterhin eine Kleinigkeit über der Wohlfühlgrenze (6 Beaufort, 4 Meter), bis zu der wir noch Lust haben, auf unserem Netz am Bug in der Sonne zu liegen und ein Buch zu lesen. Bei diesen Bedingungen würde man dabei nämlich alle paar Minuten eine Salzwasserdusche bekommen, die zwar inzwischen 27°C warm, aber dennoch unangenehm ist (zumindest für das Buch :-)). Außerdem haben wir seit gestern Nacht eine mysteriöse Gegenströmung von bis zu einem Knoten. Eigentlich sollte die Strömung hier mit bis zu 2 Knoten mit uns mitlaufen! Wir fragen uns, ob der Strömungsatlas einfach falsch ist, oder ob das mit der Klimakatastrophe zusammenhängt…
Trotz aller Widrigkeiten sollte sich aber morgen um ca. 9 Uhr Ortszeit unser Anker in den Sand in English Harbour auf Antigua eingraben. Dort müssen wir dann erst mal das Dingi klar machen, zu den Behörden düsen und die Einreiseformalitäten hinter uns bringen. Wenn wir danach noch Zeit und Lust haben, werden wir eine Auswahl der Bilder posten, die sich über die letzten Wochen auf unserer Kamera angesammelt haben. Ansonsten müsst ihr Euch halt noch bis Montag oder so gedulden…
Überhaupt hat sich so einiges in den letzten Wochen angesammelt, was nun endlich mal erledigt werden will: ein großer Stapel dreckige Wäsche sehnt sich nach einem Münzwaschautomaten, 4 1/2 Müllsäcke mit Kunststoffabfällen stinken vor sich hin und möchten gerne dringend entsorgt werden, einige Leerräume im Kühlschrank, in den Vorratsschränken und vor allem in unseren Obst- und Gemüsekörben wollen durch einen Einkauf im Supermarkt entfernt werden, Staub im kompletten Schiff will weggesaugt werden (ihr wisst ja: es saugt und bläst der Heinzelmann, wo Mutti sonst nur…), eine große Anzahl an Emails in unseren diversen Posteingängen wollen beantwortet werden (wissen wir nicht, vermuten wir aber mal schwer!), zahllose notwendige Reparaturen am Schiff müssen erledigt werden (siehe auch Beitrag Fakten, Fakten, Fakten) und vieles mehr….
Wir sind also erst mal wieder schwer beschäftigt. Alle Leute, die uns im Vorfeld anvertraut haben, dass Ihnen Fahrtensegeln zu langweilig sei, können somit beruhigt aufatmen: wir werden vorerst nicht vor Langeweile sterben!

Tag 25 – Vorbereitungen für die Ankunft

Langsam aber sicher rückt der Ankunftstermin näher und näher. Daher haben wir schon mal eine Liste gemacht, was noch alles vor dem Fallenlassen des Ankers an Bord erledigt werden muss. Zuerst einmal muss natürlich der Anker wieder an seinen Platz am Bug verholt werden. Für die Überfahrt hatten wir den nämlich im Kettenkasten gelagert, um etwas weniger Gewicht auf dem Bug zu haben. Dann wollen wir auf jeden Fall noch den Wassertank voll machen, bevor wir in der Bucht vor Anker liegen und dort evtl. den Wassermacher nicht benutzen wollen, weil das Wasser zu dreckig ist. Wo wir gerade beim Thema sind: der Fäkalientank muss ebenfalls noch abgepumpt werden. Die Antigua-Gastlandflagge liegt schon zusammen mit der gelben Q-Flagge, die man setzt, solange man noch nicht offiziell ins Land eingereist ist, im Salon bereit. Morgen Abend werden wir sie dann beide hissen, damit wir übermorgen früh (hoffentlich!) beim Einlaufen keinen Stress damit haben. Außerdem hat Andrea eine Crewliste mit alle erforderlichen Daten zur Vorlage bei den Offiziellen vorbereitet, die wir noch ausdrucken müssen. Zurzeit stecken wir übrigens wieder mal in einem Starkwindfeld mit 6-7 Beaufort und entsprechender Welle. Nur gut, dass wir da nicht gegenan müssen. Aber irgendwie fühlt es sich trotzdem so an, als ob wir uns nicht mit den Kräften der Natur, sondern trotz der Kräfte der Natur fortbewegen. Bisher dachten wir eigentlich, Segeln würde in die erste Kategorie fallen…