Weihnachtszeit mit Helga und Jürgen

Nachdem wir zusammen mit meiner Tante Helga und meinem Onkel Jürgen einen Tag Martinique mit einem Mietwagen erkundet hatten und nochmals den Canal de Beauregard erlaufen waren, machten wir uns auf die Fahrt entlang der wunderschönen Ostküste der Insel.

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Unser englischer Revierführer erwähnte nur die erste von uns besuchte Bucht und die einzige Info zu den anderen Buchten war, dass sie nur für erfahrene Riffnavigatoren machbar sind. Nach fast einem Jahr Karibiksegeln und mehreren Empfehlungen von Freunden, die das durchaus machbar fanden, titulierten wir uns einfach mal als erfahrene Riffnavigatoren und bahnten uns mit Hilfe eines französischen Revierführers den Weg in drei wunderschöne Buchten.

Wir fuhren zuerst in die Baie des Anglais und sahen schon von weitem einen dicken Regenschauer nahen. Natürlich traf uns dieser direkt vor der Einfahrt zur Bucht, so dass wir ausharren mussten, bis er vorüber war. Denn da wir nur sehr ungenaue Seekarten hatten, waren wir auf Eyeball Navigation (sprich: man muss die Riffe sehen und dann drum herum navigieren) angewiesen, und mitten in einem fetten Regenschauer sahen wir natürlich rein gar nichts. Die Sonne zeigte uns zwar auch danach die Riffe nicht so richtig deutlich, aber doch gut genug, dass wir die Einfahrt wagten. Drinnen angekommen lagen wir mal wieder mitten in den Mangroven so ruhig wie in einem Baggersee und genossen die absolute Stille bei einem Sundowner.

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Am nächsten Tag ging es weiter zum Cul de Sac de Petite Grenade. Hier kamen wir glücklicherweise bei strahlendem Sonnenschein an und konnten die Riffe (auch aufgrund der Wellen, die sich daran brachen) sehr gut erkennen. Und das war auch gut so, denn die Einfahrt war ziemlich schmal und es gab auf beiden Seiten mehrere Riffe. Auch hier lagen wir wieder ganz alleine in einer kleinen geschützten Bucht. Wir hatten auf unserer Karte gesehen, dass es einen Wanderweg bis zum Ende der Klippen gibt und diesen erkundeten wir dann gleich mal. An einem Ausblick bei einer Parkbank legten wir einen kleinen Zwischenstopp ein und schauten uns von oben noch einmal die Einfahrt an, die wir gerade erfolgreich bewältigt hatten. Diese Aussicht war einfach wunderschön. Danach ging es noch zu den Klippen, bevor wir alle wieder zu unserer Silence zurückkehrten, um einen weiteren gemütlichen Abend an Bord zu verbringen.

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Die Baie de Trésor war unser nächstes Ziel und auf diese Bucht waren wir sehr gespannt. Wir hatten im Internet Fotos von Booten gesehen, die quasi in knietiefem Wasser direkt am Strand lagen und das sah unglaublich aus. Das wollten wir natürlich auch gerne versuchen. Also ging es wieder bei Sonnenschein zwischen den Riffen hindurch in die Bucht, wo wir dann auch gleich die Stelle fanden, wo wir unser Boot mit zwei Bugleinen an einem Pfahl festmachen konnten. Danach brachten Jürgen und ich noch einen Heckanker aus, damit unser Boot vom Wind nicht seitlich auf den Strand gedrückt wird und dann war es vollbracht: wir lagen tatsächlich ca. 20m vom Strand entfernt und konnten fast zu unserem Boot laufen. Das war der Hammer! Kai, Helga und Jürgen machten dann noch einen kleinen Spaziergang zu den Klippen und abends genossen wir wieder die himmlische Stille.

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Auch am nächsten Tag ging es wieder recht früh weiter, denn wir hatten die Überfahrt nach Dominica vor uns. Zuerst konnten wir ein Stück segeln, doch dann tauchten immer mehr Fischerbojen vor uns auf und wir wussten irgendwann überhaupt nicht mehr, wohin wir ausweichen sollten, da es nur so von Bojen wimmelte. Und dann passierte es natürlich, das Unglück: wir sahen eine Boje zu spät (Boje ist auch etwas die falsche Bezeichnung; es handelte sich hierbei um durchsichtige 0,5l-Plastikflaschen) und schon hatten wir sie um das Ruder und die Schraube gewickelt. Gut, dass wir den Motor zu diesem Zeitpunkt nicht an hatten. Wir schossen sofort in den Wind und Kai hielt sich an einem Seil fest und sprang ins Wasser, um uns von der blöden Boje zu befreien. Da nach diesem Zwischenfall dann auch noch der Wind nachließ, beschlossen wir die Genua einzurollen und unter Motor weiter zu fahren. So kamen wir zeitig in Roseau an und konnten noch am gleichen Tag einklarieren. Und unterwegs sahen wir als positivie Highlights des Tages erst ein paar Delphine und danach sogar noch zwei Grintwale.

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Nachdem wir einen Tag ausgespannt hatten und lediglich etwas in der Champagner Beach schnorcheln waren, ging es dann auf große Erkundungstour. Wir hatten für einen kompletten Tag einen Führer gemietet, der uns nicht nur zu den von uns gewünschten Orten fuhr, sondern auch gleichzeitig als Wanderführer zur Verfügung stand. Und das war auch dringend nötig. Unser erstes Ziel hieß Victoria Falls und uns war gesagt worden, dass man ca. 40 Min. auf ebenem Weg mit ein paar Flussüberquerungen dort hingelangt. Doch das war leicht untertrieben. Zugegeben der Weg war eben, aber die Flussüberquerungen stellten sich dann doch eher als Flussdurchquerungen heraus, bei denen man teilweise hüfttief im Wasser stand. Helga und Jürgen beschlossen, dass sie sich das nicht antun wollten und warteten in einer kleinen Buschbar auf uns, während Kai und ich mutig unsere Wanderschuhe auszogen und barfuß unserem Führer John hinterher stapften. Kai kam ohne Schuhe ganz gut zurecht, aber mir taten die kleinen spitzen Steine im Fluss ganz schön weh und recht schnell hatte John Erbarmen mit mir und lieh mir seine Badeschuhe. Er war wirklich ein sehr netter Führer, erklärte uns sehr viel und zeigte uns immer wieder wo wir den nächsten Fuß hinsetzen müssen, wenn der Fluss mal wieder mehr als hüfttief wurde. Ohne ihn hätten wir es niemals zu dem Wasserfall geschafft. Aber bei der Ankunft wurden wir für die Strapazen belohnt, denn die Victoria Falls gehören mit zu den höchsten und wasserreichsten Wasserfällen Dominicas. Zur Belohnung gab es im Anschluss einen leckeren lokalen Eintopf in Moses Rastarant, bevor wir unsere Fahrt fortsetzten. Es ging mitten hinein ins Landesinnere, wo sich der Emerald Pool (ein kleinerer aber sehr leicht erreichbarer Wasserfall) befindet. Schließlich wollten wir ja, dass Helga und Jürgen auch noch einen der vielen Wasserfälle Dominicas zu Gesicht bekommen. Spät abends kamen wir dann glücklich aber erschöpft wieder auf unserer Silence an und ließen den Abend bei einem kleinen Snack inklusive Sundowner ausklingen.

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Danach ging es über Portsmouth weiter auf die Saintes, eine Inselgruppe, die zu Guadeloupe gehört. Weil wir den Namen so passend fanden, wollten wir dort Weihnachten verbringen. Da bei uns bisher noch so gar keine Weihnachtsstimmung aufgekommen war, versuchten wir uns beim Sterne und Weihnachtsbäume basteln etwas in Stimmung zu bringen und auch Petrus trug noch seinen Teil dazu bei. Er schickte uns immer wieder kurze aber heftige Regenschauer und senkte die Temperatur auf kalte 25-28°C. Da fühlten wir uns doch fast schon wie zu Hause 😉

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An Abend gingen wir in einem schönen kleinen Restaurant essen, wo wir mit viel Glück den letzten freien Tisch ergattert hatten (alle anderen Restaurants waren ausgebucht). Jürgen und ich aßen Ente, Helga hatte sich für Garnelen entschieden und Kai bevorzugte Pasta mit Langusten-Soße. Das Essen war wirklich ein Traum!

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Nachdem der Ankerplatz dort leider sehr unruhig war, weil immer wieder Schwell von draußen reinkam, der unser Boot durch die Gegend schaukelte wie ein Schaukelpferd, beschlossen wir, unseren Aufenthalt hier recht kurz zu gestalten und weiter nach Guadeloupe zu segeln. Wir schafften tatsächlich die ganze Strecke unter Segeln und kamen nach 4 1/2 Stunden in Le Gosier an, wo wir zwischen der Stadt und einer kleinen Insel mit einem Leuchtturm ankerten. Dort besuchten wir einen lokalen Markt, gingen am nächsten Tag etwas schnorcheln und schauten uns den Leuchtturm aus der Nähe an.

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Die letzten Tage verbrachten wir in bzw. vor Point-à-Pitre (der größten Stadt der Insel), wo Sonntags leider alles total ausgestorben war und wir mit viel Glück ein Café fanden, in dem wir etwas zu trinken bekamen. Am Tag vor dem Abflug von Helga und Jürgen mieteten wir uns ein Auto und machten eine große Inselrundfahrt, bei der wir Wasserfälle und eine Kaffeeplantage besichtigten, einen schönen Ausblick von einem Berg genossen und dann an der gesamten Ostküste von Basse Terre entlang zurück fuhren.

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Und am nächsten Tag hieß es Abschied nehmen. Da Helga und Jürgen es etwas einfacher fanden mit ihren Koffern im Hafen von Bord zu gehen, spendierten sie uns und unserer Silence einen Tag in der Marina. Dies war am 30.12., also ganz genau ein Jahr nach unserer Abfahrt von Lanzarote. Somit hatten wir es tatsächlich geschafft, genau ein Jahr lang nur zu ankern und in keinem Hafen zu liegen! Da wir hier unserer lieben Silence endlich mal wieder eine Komplettreinigung mit Süßwasser gönnen konnten, blieben wir noch einen weiteren Tag in der Marina und genossen auch selbst die lauwarme ausgedehnte Dusche mit Süßwasser. Hach, ist das schön, wenn man sich einfach unter das laufende Wasser stellen und ausgiebig duschen kann 🙂

Silvester verbrachten wir somit auch noch in der Marina Bas du Fort. Da in der Marina nicht wirklich der Bär tanzte, beschlossen wir, nach Point-á-Pitre zu laufen, um uns dort ins Silvestergetümmel zu stürzen. Tja, das war ein guter Gedanke, doch leider ist die Stadt nicht nur sonntags ausgestorben, sondern auch zu Silvester waren die Straßen und Plätze gähnend leer. Da wir gesehen hatten, dass ein Kreuzfahrtschiff im Frachthafen lag (es war sogar die Aida) spazierten wir dort hin, in der Hoffnung, dass man den Kreuzfahrern doch bestimmt ein schönes Feuerwerk und etwas Spektakel bieten wird. Doch auch da hatten wir uns getäuscht: die Kreuzfahrer feierten an Bord und wir standen einsam und verlassen vor dem großen Schiff und durften lediglich der Musik und Party lauschen. Das war eines der traurigsten Silvester, die wir bisher gefeiert haben und wir haben Euch alle ganz schrecklich vermisst. So schön es ist, an Silvester nur mit kurzen Hosen und T-Shirt bekleidet zu sein, so traurig ist es auch, wenn man es nicht mit Freunden bei einer schönen Party feiern kann.

So stießen wir dann doch nur bei einem Cocktail in einer Bar in der Marina auf das neue Jahr an und gingen danach ins Bett!

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Der Boiling Lake hält, was sein Name verspricht

Unglaublich, welch tolle Wanderungen man auf Dominica machen kann. Die Auswahl fiel wirklich schwer. Aber nachdem unser Revierführer eine Wanderung zum Boiling Lake als eine der schwierigsten und tollsten Wanderungen angepriesen hatte und uns dies auch von mehreren Seglern empfohlen worden war, entschieden wir uns für diesen Trip.

Wir buchten einen Guide namens SeaCat, der uns ebenfalls wärmstens ans Herz gelegt worden war und wir sollten nicht enttäuscht werden.

Morgens um 7:15 Uhr wurden wir zusammen mit Franz an unseren Booten abgeholt und in einen kleinen Bus gepackt, in dem schon ein weiteres Pärchen wartete. Dann ging es los. Wir waren zuerst skeptisch, ob wir die Wanderung überhaupt machen können, da es die ganze Nacht geregnet hatte, aber SeaCat war optimistisch und so fuhren wir ca. 45 Minuten ins Landesinnere.

Auf einem kleinen Parkplatz neben einem Fluss parkte SeaCat das Auto, wir schnürten unsere Wanderschuhe, packten die Regenjacken aus, weil es etwas nieselte und marschierten los.

Zuerst ging es durch ziemlich dichten Urwald immer schön bergan. SeaCat erzählte uns einiges über die Pflanzenwelt, spielte an Lianen Tarzan mit uns und schritt ansonsten strammen Schrittes voran. Nach einiger Zeit ging es wieder bergab, wir überquerten einen kleinen Fluss und schon ging es wieder bergauf. Nach ca. 1 1/2 Stunden machten wir eine kurze Pause auf einem Berg und ich war sicher: nun ist es nicht mehr weit. Wir konnten die Dampfwolken des Boiling Lake bereits sehen, doch in Wahrheit hatten wir gerade mal die Hälfte des Weges geschafft.

BL Beginn Trail BL Trail2 BL Trail Fluss BL Trail6  BL Trail3BL Aussicht

Leider hatte der Regen den Weg etwas beschwerlich gemacht. Es ging wieder steil bergab, teilweise durch 10cm hohen Matsch und wir mussten ständig aufpassen, dass wir nicht ausrutschten. Ich war bereits jetzt ziemlich fertig und fragte mich, wie ich diesen ganzen Weg jemals wieder zurückkommen sollte. Wobei das Wort „Weg“ manchmal auch nicht wirklich passend war. Denn z.B. kamen wir plötzlich an einer Felswand an, die wir hinunterklettern mussten, ins Valley of Desolation. Der Anblick, der sich uns hier bot, war atemberaubend. Zu unseren Füßen floss ein heißer Fluss, überall brodelte und kochte es und die Schwefeldämpfe waren teilweise so heiß, dass wir das Gefühl hatten uns die Haut zu verbrennen.

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SeaCat zauberte aus seinem Rucksack ein paar rohe Eier hervor, legte diese ins kochende Wasser und ein paar Minuten später konnten wir unseren ersten Snack zu uns nehmen. Zu den gekochten Eiern gab es noch eine Gesichtsmaske, die uns alle etwas gespenstisch aussehen ließ und dann machten wir uns auf die letzte Etappe.

BL SeaCat Eier BL Eier essen BL Kai Gesichtsmaske

Erneut ging es bergan und da war er dann: der Boiling Lake. Zuerst sahen wir den See vor lauter Dämpfen nicht, doch dann lichtete sich der „Nebel“ und wir konnten sehen, wie es in der Mitte des Sees in riesigen Blasen blubberte. Wahnsinn!

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Während wir noch das Naturschauspiel bewunderten, hatte SeaCat bereits unser Mittagessen angerichtet: es gab kalten Codfish-Salat, Gurken-Tomaten-Salat und als Nachtisch frittierte Platanen. Dazu tranken wir Grapefruitsaft und erholten uns von der anstrengenden Wanderung.

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Dann ging es den gleichen Weg wieder zurück, wobei wir unterwegs einen kurzen Stopp bei einem der vielen kleinen Flüsse einlegten und ein Bad in einem natürlichen Hot Tub nehmen konnten. Doch außer Kai verlockte es niemanden mitten auf dem matschigen Weg aus den ganzen Klamotten und Schuhen zu steigen und so hatte er den Hot Tub ganz für sich alleine.

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Insgesamt waren wir sieben Stunden unterwegs, genossen unglaublich schöne Ausblicke und waren total k.o. als wir wieder am Beginn des Trails ankamen.

Zum Abschluss badeten wir noch im schönen kühlen Flusswasser und schwammen in die Titou Gorge, eine tiefe und sehr schmale Schlucht, an deren Ende ein Wasserfall toste. Die steilen Felswände waren völlig mit Moos und Farnen überwuchert und das Licht der tief stehenden Sonne verzauberte diesen Ort geradezu. Man dachte fast, man wäre in einem Hollywoodfilm gelandet. Und tatsächlich wurde hier eine Szene von „Pirates of the Caribbean“ gedreht!

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Dies war eindeutig eine der tollsten Wanderungen, die wir jemals gemacht haben und ein krönender Abschluss unserer Zeit auf Dominica. Und einen solchen Muskelkater wie am nächsten Tag hatten wir beide noch nie 😉

Mittlerweile sind wir auf Martinique und müssen morgen unser Großsegel zum Segelmacher bringen, da uns auf der Fahrt hierher unser Schothorn riss. Drückt uns die Daumen, dass wir es schnell repariert bekommen!

Wandern auf Guadeloupe und Dominica

Endlich haben wir wieder Zeit und eine ausreichend gute Internetverbindung, um Euch mal wieder ein wenig von unserer Reise zu berichten: nachdem wir die Ostküste von Guadeloupe entlang gesegelt waren, ging es weiter nach Süden auf die Iles des Saintes. Dies ist ein beliebtes Tagesausflugsziel für Touristen, die auf Guadeloupe ihren Urlaub verbringen. Dort haben wir einige schöne Wanderungen gemacht und ich (Kai) habe endlich mal wieder den Kite ausgepackt. Allerdings waren die Wellen, die fast quer zum Wind liefen und der böige Wind ein bisschen zuviel Herausforderung für mich, so dass ich es nicht zurück zu unserem Boot schaffte und mich Andrea mit dem Dingi „retten“ musste, als ich am Ende meiner Kräfte war.

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Weiter ging es dann noch mal kurz nach Norden, nach Pointe a Pitre, der größten Stadt auf Guadeloupe. Architektonisch eine Mischung zwischen alt und neu, stellenweise durchaus reizvoll, aber irgendwie fehlt dem Ganzen der Charme eines karibischen Städtchens. Außerdem gibt es in der Stadt und auch auf den Hauptstraßen der Insel so viel Verkehr, dass wir mit dem Auto, das wir zusammen mit unserem Schweizer Segelkameraden Franz gemietet hatten, seit langem mal wieder in einem Stau stecken geblieben sind. Über 400.000 Einwohner sind wohl doch ein bisschen viel für diese Insel, immerhin liegt die Bevölkerungsdichte damit höher als die der Bundesrepublik Deutschland! Das hat natürlich auch seine positive Seite, denn hier gibt es wieder alles zu kaufen, was das Herz begehrt.

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Am nächsten Tag wollten wir eigentlich noch einmal die Besteigung des Vulkans angehen, die wir zuvor schon mit Pia und Mark versucht hatten, aber es wegen starkem Regen nicht geschafft hatten. Leider war der Berg wieder völlig wolkenverhangen, so dass wir alternativ zu den Chutes de Carbet wanderten. Die beiden oberen der insgesamt drei Wasserfälle sind mit 115m und 110m die höchsten auf Guadeloupe. Leider fing es auch hier wieder an zu regnen, aber zum Glück erst auf dem Rückweg…

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Da nach der kurzen Wanderung zum Wasserfall erst ein Uhr war, entschlossen wir uns, noch eine kleinen Runde durch ein nahegelegenes Vogelschutzreservat zu drehen.

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Nachdem der Vulkan auch am nächsten Tag wegen der Wolken nicht zu sehen war, beschlossen wir, diese Wanderung auf die nächste Saison zu verschieben und weiter nach Dominica zu fahren.

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 Kaum in Dominica angekommen, kam auch schon der erste Boatboy ans Schiff und verkaufte uns eine Ruderbootfahrt auf dem Indian River.

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Am Mittag schauten wir uns dann noch Fort Shirley an, das die Engländer zur Kolonialzeit zur Verteidigung der Prince Rupert Bay, in der wir zurzeit vor Anker liegen, gebaut haben.

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Wir freuen uns schon auf die kommenden Tage, denn wir haben noch einige Wanderungen und Ausflüge in Dominica geplant, die recht vielversprechend aussehen!