Auch Robert de Niro…

…scheint meine Liebe zu Barbuda zu teilen. Denn an einem der schönsten Sandstrände errichtet er nun einen exklusiven Club.

Bereits seit ein paar Jahren steht dort eines seiner Nobu-Restaurants, daneben eines der Musterhäuser. Ich bin zwar insgesamt nicht begeistert von der Idee, dass nun auch in Barbuda, so wie zuvor in Antigua, so langsam aber sicher alle Strände mit Hotels, Restaurants usw. zugebaut werden, aber Robert de Niro und seine Investoren tun das wenigstens mit Stil.

Während der vor ein paar Jahren am Coco Point errichtete Barbuda Ocean Club eine Ausgeburt der Hässlichkeit mit unzähligen verschiedenen Baustilen und unterschiedlich hohen Häusern ist, soll der Barbuda Beach Club sich mit größtenteils einstöckiger Bebauung mit viel Holz in die Natur einfügen. Das Musterhaus und die Fotos im Internet sehen vielversprechend aus, momentan ist beim Bau des Hotels und Restaurants aber noch nichts von der Schönheit zu erahnen.

Auch preislich unterscheiden sich die Residenzen des Beach Clubs von denen des Ocean Clubs. Kosten Grundstücke im Ocean Club 1 Mio. US$, so ist man beim Beach Club für das günstigste Grundstück gleich mal 7 Mio. US$ los. Der Ocean Club ist also eher etwas für popelige Millionäre, der Beach Club für die richtige High Society.

Hier fährt Kai mit seinem Wingfoil am Ocean Club entlang und plaudert etwas aus dem Nähkästchen:

Für uns ist das immer noch unfassbar, welche Welten hier in der Karibik tagtäglich aufeinander prallen. Da gibt es Einheimische, die in kleinen Holzhütten von der Hand in den Mund leben und dann gibt es überall (meist eingezäunte) Villenviertel, teure Restaurants und Amerikaner und Briten, die mit 100-Dollar-Scheinen nur so um sich werfen. Wie oft haben wir schon gehört, wie toll das Restaurant auf Green Island sei und dabei auch noch so preiswert (für ein 3-Gänge-Menü mit einem Drink legt man ca. 120 US$ pro Person hin). Für uns ist solch eine Aussage schon sehr schwer nachvollziehbar, wie mag es da den Einheimischen gehen, die für umgerechnet 5-10€ Stundenlohn für die Superreichen arbeiten.

Immer, wenn wir uns das klar machen, schätzen wir uns richtig glücklich, dass wir an Orten leben dürfen, wo sich normalerweise nur Millionäre ein Haus leisten können und wir am selben Strand spazieren gehen, im gleichen türkisfarbenen Wasser baden und uns mit den Reichen der Welt einen super schönen Kitespot teilen. Und das alles ohne mehrere Millionen für ein Haus bezahlt zu haben.

Der einzige Nachteil: während die High Society von ihren Terrassen auf den Strand, das Meer und die vereinzelt in der Bucht ankernden Boote schaut, blicken wir von unserer „Terrasse“ auf einen Sandstrand, zugebaut mit einer hässlichen Villa neben der anderen.

Aber bei einem Strandspaziergang passt die Perspektive dann wieder. Einfach den hässlichen Gebäuden den Rücken kehren und aufs Meer und unsere Silence schauen, dann ist der innere Frieden wieder hergestellt 😜

4 Kommentare zu „Auch Robert de Niro…

    • Hi Charly,

      ich glaube den Dialekt werden wir nie los. Das hört immer gleich jeder, dass wir aus der schönen Kurpfalz stammen

      Aber Deine tollen Lieder tragen ja auch dazu bei, dass wir unseren Dialekt nicht verlernen!

      LG Kai & Andrea

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