Auf der Werft – die schlimmste Arbeit ist erledigt!

Wir haben es geschafft: nach 10 Tagen waren endlich alle Lagen Antifouling und Primer abgeschliffen und die bisher schlimmste Arbeit meines Lebens endlich überstanden. Mittlerweile haben wir bereits wieder drei Lagen Epoxy Primer aufgebracht und morgen werden wir eine vierte aufbringen, bevor dann noch eine Schicht Primer und danach drei Lagen Antifouling zu streichen sind. Es geht also voran.

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Doch bevor wir anfingen zu streichen, hatte ich noch jede Menge Kalk von der Unterseite unseres Bootes, von den Innenseiten der Rümpfe und den Notausstiegsluken entfernt. Vom Yard hatten wir ein Wundermittel bekommen, nämlich einen Toilettenreiniger, der ziemlich gut wirkte, aber dennoch musste man über jede Stelle ca. 10 mal drüber gehen, bis der Kalk endlich weg war. Kai hatte in der Zeit einige Gelcoat-Schäden ausgebessert und als dies alles getan war, wuschen wir unsere Silence einmal komplett ab, um den ganzen Schleifstaub zu entfernen.

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Außerdem haben wir fünf Borddurchlässe und Seeventile ausgetauscht und unsere Notausstiegsluken abgedichtet, da die Luke an der Steuerbord-Seite schon seit längerem undicht war.

Gestern schraubten wir unsere Badeleiter ab, um heraus zu finden, wo der ganze Rost herkommt, der ständig unter der Leiter hervor lief. Eigentlich dachten wir, das sei eine Sache, die schnell erledigt ist, aber das war es natürlich (wie fast immer) nicht. Die Dichtmasse unter der Badeleiter hatte sich komplett gelöst und deshalb hatte das Metall angefangen zu rosten. Somit hatten wir rostige Dichtmasse auf unserem Boot kleben, die wir in mühevoller Kleinarbeit mit einer Spachtel entfernten, um den Gelcoat nicht zu verletzen. Dann ging Kai noch mit Viss und einer Bürste drüber, danach mit Rostentferner und schließlich polierte er noch alle Metallteile wieder auf Hochglanz, bevor wir die Leiter heute wieder einbauten.

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Dies waren die ganzen „Kleinigkeiten“, die wir in den letzten Tagen erledigten, doch wir hatten auch noch ein großes Projekt, vor dem es uns schon die ganze Zeit graute. Bereits in Lanzarote wollten wir die Dichtungen unserer Saildrives austauschen. Hierbei handelt es sich um ein großes rundes Gummiteil, das um den Schaft unserer Propellerantriebs liegt und verhindert, dass Seewasser in den Motorraum eindringen kann. Da wir in Lanzarote keinen Handwerker fanden, der Zeit hatte diese Arbeit mit uns durchzuführen, hatten wir es damals schlechten Gewissens nicht erledigt. Mit schlechtem Gewissen deshalb, weil der Hersteller empfiehlt, diese Dichtung alle sieben Jahre auszutauschen, unsere damals jedoch bereits 12 Jahre alt war. Das heißt mittlerweile hatte sie 14 Jahre auf dem Buckel, war also doppelt so alt, wie sie sein sollte. Dieses Mal kümmerten wir uns gar nicht erst darum, einen Handwerker zu finden, sondern beschlossen, dass wir das auch alleine können, da Volvo eine sehr schöne Anleitung mitgeliefert hat.

So ließen wir vorgestern das Öl aus dem Saildrive ab, lösten den Kühlerschlauch und unzählige Schrauben, bevor die größte Herausforderung auf uns zukam. Um den Saildrive auszubauen, muss man nämlich den gesamten Motorblock ca. 3cm nach vorne schieben und dann unterlegen, damit er auf keinen Fall in irgendeine Richtung kippen kann. Wir maßen also den Abstand zwischen dem Motorblock und dem Sockel und machten uns im Yard auf die Suche nach einer geeigneten Unterlage. Zuerst fanden wir lauter Hölzer, die überhaupt nicht passten, doch dann hatten wir Glück und stießen auf einen Stapel Backsteine. Welch Wunder, diese hatten genau die richtige Höhe und so konnten wir auf jeder Seite des Motors einen unterschieben. Dann ruckte Kai ihn langsam Millimeter um Millimeter nach vorne, bis wir endlich an den Saildrive dran kamen. Nun musste dieser gekippt und nach oben raus gehoben werden (was wesentlich leichter gesagt als getan war, weil er ca. 25 Kilo wiegt) und schließlich mussten wir ihn zu zweit über unsere Badeleiter vom Boot schaffen. Ich kann Euch gar nicht sagen, wie froh ich war, als der Saildrive auf zwei Holzböcken unter unserem Boot lag, ohne dass einer von uns sich ernsthaft verletzt hatte.

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Doch leider war die Arbeit damit noch nicht getan. Nun musste noch der Saildrive zerlegt und komplett gesäubert werden, bevor wir die neue Dichtung einsetzen konnten. Außerdem war die Halterung des Saildrive so dermaßen verrostet, dass wir diese noch abschleifen und neu grundieren mussten. Gestern schraubten wir dann den Saildrive inklusive der neuen Dichtung wieder zusammen, grundierten die Halterung und morgen werden wir ihn dann endlich wieder einbauen. Und weil diese Arbeit so schön ist, dürfen wir sie dann auch noch auf der anderen Seite durchführen. Doch bisher hat wirklich alles soweit gut geklappt und wir hoffen nun, dass wir am Ende auch alles wieder dicht bekommen. Aber das werden wir erst wissen, wenn wir wieder im Wasser sind. Dann gilt auf jeden Fall mal wieder Daumen drücken!

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Eigentlich wollten wir heute nach dem morgendlichen Streichen unserer Silence dann endlich mal einen Tag Pause einlegen, aber unsere Mitfahrgelegenheit zum nächsten Strand zerschlug sich leider und so arbeiteten wir dann doch wieder bis um 17 Uhr. Doch so langsam aber sicher gehen wir wirklich auf dem Zahnfleisch. Seit wir zurück sind (29.9.) hatten wir keinen einzigen Tag Pause und außer dem Flughafen, der Werft, diversen Bau- und Supermärkten und Schiffszubehörläden haben wir hier auf Curacao noch überhaupt nichts gesehen. Es wird also höchste Zeit, dass wir uns mal einen Tag frei nehmen, um ein bisschen die Insel zu erkunden. Vielleicht klappt es ja morgen oder übermorgen!

Dschungelcamp war gestern

Fanden Sie schon immer, dass das Dschungelcamp nur etwas für Weicheier ist? Haben Sie bereits alle möglichen Abenteuer ausprobiert, jedoch noch nichts gefunden, das Sie an Ihr Limit gebracht hätte? Sind Sie ein echter Kerl, der gerne seine Muskeln spielen lässt und der nicht so schnell aufgibt? Dann haben wir hier das Richtige für Sie!

In der Sommerhitze von Curacao dürfen Sie bei 30°C im Schatten ein komplettes Boot vom giftigen Antifouling befreien. Unser erfahrenes Fachpersonal weist Sie in die Benutzung der Schleifmaschine ein. Overall, Sturmhaube, Brille, Atemmaske und Handschuhe werden von uns gestellt.

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Ihr „Arbeitstag“ beginnt um 7 Uhr.  Ohne Frühstück werfen Sie sich in Ihre Arbeitsmontur, denn jetzt ist mit ca. 28°C die kühlste Zeit des Tages. Doch bereits wenn Sie Ihre Ausstattung anhaben, werden Sie sich fühlen wie in der Sauna. Und wir können Ihnen versprechen, es wird im Laufe des Tages noch wärmer. Die Schleifmaschine wiegt ca. 3kg und mit jeder Stunde werden Sie das Gefühl haben, dass sie schwerer wird. Vor allem wenn Sie den unteren Teil des Rumpfs abschleifen und dabei die Maschine über Kopf halten müssen, können Sie zeigen, wie viel Kraft in Ihnen steckt.

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Nach fünf Stunden Arbeit dürfen Sie um 12 Uhr eine längere Mittagspause einlegen. Sie nehmen eine kurze Dusche und begeben sich dann in den Salon des Bootes. Hier werden Sie bei 33°C einen kleinen Snack zu sich nehmen, bevor Sie sich zur Erholung ins etwas kühlere Palapa begeben. Dort können Sie Fernsehen, lesen, Computer spielen usw. Um 15 Uhr beginnt dann Ihre zweite Schicht. Sie können wählen zwischen weiter schleifen mit der Maschine oder können zur Abwechslung auch die mit der Maschine nicht zugänglichen Stellen per Hand schleifen. Um 18:30 Uhr wird es langsam dunkel und Sie dürfen Feierabend machen.

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Sie nehmen erneut eine Dusche, diesmal jedoch sehr ausgiebig, um sicherzustellen, dass keine Antifouling-Reste mehr auf Ihrem Körper sind. Danach begeben Sie sich wieder in den Salon des Bootes, um dort bei nunmehr nur noch ca. 31°C ein warmes Abendessen zu sich zu nehmen. Hier dürfen Sie jeweils wählen zwischen Ravioli, Linseneintopf, Chili con Carne oder Spaghetti mit Pesto. Nach dem Abendessen stellen wir Ihnen Essig-Bandagen zur Verfügung mit der Sie die Stellen behandeln können, an denen während der Schleifarbeiten giftiges Antifouling auf Ihre Haut geriet, welches nun einen schrecklichen Juckreiz auslöst.

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Gegen 22 Uhr gehen Sie zu Bett. Dort werden Sie sich einige Zeit hin und her wälzen, versuchen den Juckreiz und die Hitze (es wird in Ihrem Schlafzimmer ca. 30°C haben) zu ignorieren und irgendwann früher oder später völlig erschöpft einschlafen.

Selbstverständlich dürfen Sie Sonntags einen Tag Pause einlegen, an dem wir nur ein paar leichtere Dinge für Sie zu erledigen haben. Sie gehen z.B. zu Fuß ca. 2,5 km zum nächsten Baumarkt, um ein paar Ersatzteile für die Schleifmaschine zu kaufen oder Sie helfen beim Einbau diverser Seeventile, bevor Sie den Nachmittag komplett frei haben.

Wenn Sie dies durchhalten, bis das komplette Boot abgeschliffen ist (dies wird ca. 10 Tage dauern), haben Sie unter Beweis gestellt, dass Sie ein richtig harter Kerl sind, der vor nichts zurückschreckt. Selbstverständlich stellen wir Ihnen auch ein entsprechendes Zertifikat aus.

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Klingt dies ganz nach Ihrem Geschmack? Haben Sie das Fitnessstudio satt und möchten lieber im Freien Ihre Muskeln aufbauen? Dann buchen Sie schnell, denn es sind nur noch wenige Plätze frei!

Deutschland im Rückblick

Unglaublich wie schnell die sechs Wochen in Deutschland vergangen sind. Eigentlich hatte ich vor, Euch ab und an auf dem Laufenden zu halten, was wir in Deutschland so alles unternehmen, aber kaum da, schon hatte uns auch der „Terminstress“ ganz schnell wieder fest im Griff.

Uns war schon vorher klar, dass wir uns erst eingewöhnen müssen, aber wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir nach nur 1 1/2 Jahren in der Karibik so sehr entschleunigt sind. Wo man hinschaut sind in der Rheinebene Straßen, Häuser, Autos, Menschen, … Das hat uns völlig erschlagen. Außerdem hatten wir uns wohl etwas zuviel aufgehalst, so dass wir das Gefühl hatten, dass wir nur noch von einer Verabredung oder einem Termin zum nächsten hecheln. Dass Kai ganz kurzfristig beschlossen hatte, sich seine Augen lasern zu lassen, hat sicherlich sein übriges getan. So hatten wir gleich zu Beginn unseres „Heimaturlaubs“ einen Arzttermin in Düsseldorf, wo Kai checken ließ, ob diese OP bei ihm überhaupt durchführbar ist. Nach positivem Bescheid, war in der Folgewoche die OP in Frankfurt (deshalb dort auch die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit). Am Tag nach der OP musste Kai zur Nachkontrolle, fünf Tage später musste er wieder hin, damit die Verbandskontaktlinsen heraus kommen und nach vier Wochen war  eine weitere Nachuntersuchung. Alles in allem, also ganz schön viele Termine in Frankfurt, aber es war den Stress wert, denn Kai ist total glücklich. Er sieht so gut, wie schon seit 35 Jahren nicht mehr und freut sich jeden Tag aufs Neue, dass er keine Brille mehr tragen muss.

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Außerdem hatten wir jeder noch zur Vorsorge einen Zahnarzttermin, wir statteten unserem Häuschen einen Besuch ab und kümmerten uns um Feuermelder und sonstige Dinge, machten die Nebenkostenabrechnung und „vergnügten“ uns mit unserer Steuererklärung und den ganzen dafür notwendigen Bescheinigungen. Frieda (Kais Mama) hatte einen ganzen Ordner Unterlagen für uns gesammelt, die es durchzusehen und abzuheften galt und die Rentenversicherung wollte auch noch ein paar Formulare ausgefüllt haben. Dann bestellten wir noch unzählige Ersatzteile und packten die ganzen Kartons mit Waren aus, die wir bereits vor unserer Ankunft in Deutschland bestellt hatten und die sich bei Frieda stapelten.

Wir versuchten uns mit möglichst vielen Leuten zu treffen, die es leider nicht zu Kais Geburtstagsparty schaffen würden und hatten somit jeden Tag mindestens eine Verabredung (und dennoch haben wir es leider nicht geschafft, Euch alle wiederzusehen).

Ich hatte mir fest vorgenommen zu Hause mal etwas Kultur zu tanken, weil es in der Karibik nur wenige alte Gemäuer und Sehenswürdigkeiten gibt und wir in Deutschland ja mehr als genug davon haben.

Geschafft haben wir dann leider nur drei Tage Kultur. Einen Nachmittag verbrachten wir mit Frieda in Worms, wo wir den Dom, das Luther-Denkmal und den ältesten erhaltenen Judenfriedhof in Europa besichtigten. Und als Abschluss des Tages besuchten wir noch das Wormser Backfischfest.

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Einen Tag verbrachte ich mit Marie in Speyer, wo wir das Judenbad besuchten. Hier steht auch die Ruine einer Synagoge, welche der älteste aufrecht stehende jüdische Kultbau in Mitteleuropa aus dem Mittelalter ist. Passte thematisch also sehr gut zu unserem vorherigen Besuch des Friedhofs in Worms.

Und an Kais Geburtstag statteten wir der Mathildenhöhe in Darmstadt einen Besuch ab. Diese liegt nur 70 km von Hockenheim entfernt und doch hatten wir noch nie davon gehört. Nur durch Zufall stieß ich im Internet darauf und plante einen schönen Nachmittag für uns. So ging es dann nach einem leckeren Frühstück mit von Frieda frisch gebackener Donauwelle auf zur Mathildenhöhe. Das Wetter war uns zuerst nicht ganz hold, so dass wir etwas froren, doch glücklicherweise erbarmte sich die Sonne und kam zumindest für ein paar Stündchen zum Vorschein. Wir besichtigten den 1908 errichteten Hochzeitsturm, der diesen Namen trägt, weil er von den Bürgern Darmstadts als Geschenk zur Erinnerung an die Hochzeit des Großherzogs Ernst Ludwig mit Prinzessin Eleonore zu Solms-Hohensolms-Lich errichtet wurde.

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Danach schauten wir uns die russische Kapelle an. Diese wurde im Jahr 1899 auf importierter russischer Erde im Auftrag von Zar Niklaus II gebaut, da er bei Besuchen der Heimat seiner Frau (Prinzessin Alix von Hessen-Darmstadt) nicht auf ein eigenes Gotteshaus für seine Familie und seinen Hofstaat verzichten mochte. Im Sonnenschein strahlten die goldenen Kuppeln um die Wette und die Kapelle sah wie ein kleines Traumschlösschen aus.

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Zum Abschluss unseres Darmstadt-Besuchs fuhren wir zur Waldspirale. Hierbei handelt es sich um einen Wohnkomplex, der von Friedensreich Hundertwasser gestaltet und im Jahr 2000 fertiggestellt wurde. Das Gebäude ist das letzte Werk Hundertwassers vor seinem Tod und man erkennt schon von weitem, dass es von ihm gestaltet wurde. Da fuhren wir vor ein paar Jahren in Wien extra mit einer Stadtrundfahrt zu einem seiner Häuser, dabei gibt es so nah bei uns auch eines. Wenn wir das mal vorher gewusst hätten ;-). Also, wer noch nicht in Darmstadt war, dem kann ich einen Besuch nur ans Herz legen. Und wir haben nur einen Teil der Sehenswürdigkeiten gesehen. Hier kann man locker ein ganzes Wochenende verbringen!

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So viel also zum Kulturtanken in Deutschland. Aber wir hatten auch noch andere Highlights, wie z.B. den 90. Geburtstag von Kais Oma. Dieser Geburtstag war einer der Gründe, warum wir nach Deutschland geflogen sind und wir waren so froh, dass Kais Oma bei bester Gesundheit feiern und nachts sogar noch ein paar Runden Triomino mit uns spielen konnte.

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Und dann war da natürlich noch die Party zu Kais Geburtstag, die der krönende Abschluss unseres Deutschlands-Aufenthalts sein sollte. Mit fast 90 Freunden und Verwandten verbrachten wir einen wundervollen Abend und wir haben uns riesig gefreut, so viele von Euch endlich wiederzusehen. Denn wenn wir hier in der Karibik eines wirklich sehr vermissen (mal abgesehen von Geschirrspüler, Waschmaschine und Auto), dann seid Ihr das!

Am Sonntag hieß es Abschied nehmen von Hockenheim und wir fuhren zurück in die Eifel. Dort kam ich leider mit schrecklichen Halsschmerzen an und besuchte am Montag gleich einen Arzt. Dieser sagte mir, dass ich eine Kieferhöhlenvereiterung verschleppt habe und dadurch eine Seitenstrang-Angina ausgelöst wurde. Toll, oder? Somit bekam ich Antibiotika und hatte bei unserem Rückflug am Dienstag mächtig Spaß, als der Flieger zur Landung ansetzte und ich das Gefühl hatte, dass mir mein Schädel platzt, weil ich den Druckausgleich nicht richtig schaffte. In der Ankunftshalle durften wir dann noch 1 1/2 Stunden bei Immigration anstehen, was immerhin den Vorteil hatte, dass unser gesamtes Gepäck bereits lustig Karussel fuhr und wir es nur noch vom Band nehmen mussten. Nach einer kurzen Taxifahrt kamen wir um 22 Uhr Ortszeit bei unserer Silence an und ich fiel halbtod ins Bett. Mittwoch lag ich komplett flach. Bei ca. 34°C in unserem Schlafzimmer wünschte ich mich sehnsüchtig in die schöne kühle Eifel zurück. Kai ist schon seit Tagen schwer am Arbeiten, aber davon mehr in unserem nächsten Beitrag.