Diverse Nähprojekte

Zur Abwechslung machten wir uns nun mal an einige Näharbeiten. Als wir unser Bimini neu imprägniert hatten, hatten wir nicht damit gerechnet, dass die Imprägnierung unsere ganzen Nähte angreifen könnte. Doch leider war dies der Fall. Bereits in Antigua hatten wir das Bimini heruntergenommen und einige lose Nähte neu genäht, doch nun waren noch mehr Nähte aufgegangen. Und da es jedes Mal ein ganz schönes Stück Arbeit ist, unser Bimini herunter zu nehmen und dann wieder neu zu spannen und fest zu machen, beschlossen wir, dass wir einfach einmal alle Nähte aufmachen und neu vernähen sollten. Welch eine Arbeit! Wir waren einen ganzen Tag von morgens nach dem Frühstück bis abends zum Sonnenuntergang damit beschäftigt.

Außerdem war auch bei unserer Sprayhood eine Naht aufgegangen. Die nähten wir am nächsten Tag wieder fest. So, jetzt gibt es keine losen Fäden mehr und es sieht alles wieder gut aus.

Und da wir die Nähmaschine jetzt sowieso schon aufgebaut hatten, nähten wir aus einer alten Lieblingsbettdecke von mir noch ein paar Kissenbezüge. Ich hatte im Internet nachgeschaut, wie man Knopflöcher näht und dabei herausgefunden, dass unsere Maschine sogar über eine Knopflochautomatik verfügt. Diese wollten wir unbedingt mal ausprobieren.

Das ist ja mal eine tolle Sache! Wir mussten nur den Knopf in den entsprechenden Fuß für die Nähmaschine legen und die korrekten Einstellungen vornehmen. Dann nähte die Maschine das Knopfloch von alleine. Und auch für den Knopf musste Kai lediglich den Fuß tauschen und dann wurde auch dieser wie von Zauberhand angenäht. Da hatten wir die Maschine nun schon seit ein paar Jahren und wussten nicht, dass sie so tolle Sachen kann. Man lernt eben doch nie aus!

Neue Ankerkette in Betrieb genommen

Nachdem wir ja nun die schöne neue Ankerkette gekauft hatten, wollten wir diese auch gerne in Betrieb nehmen und die alte verrostete Kette loswerden. Welch glücklicher Zufall, dass ein Freund von uns anbot, dass wir gerne an seine Ankerboje gehen könnten und er auch unsere alte Kette zur Verstärkung dieser Ankerboje nehmen würde. Da können wir ja zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen!

So bauten wir uns geschwind einen Hahnepot und machten unsere Silence von hinten an der Boje fest. Somit konnten wir vorne bequem die alte Kette in das Boot unseres Freundes hinunterlassen.

 

Danach mussten wir das Schapp, in dem die Kette sitzt, reinigen und von Rost befreien und dann konnten wir die neue Kette von ihrem vorübergehenden Aufbewahrungsort in das Schapp schichten. Dann noch den Anker an der neuen Kette festgemacht und alles war wieder bereit zum Einsatz. In nur ca. zwei Stunden war alles erledigt. Na, das hatte doch mal hervorragend funktioniert.

Krümmer reinigen und andere Arbeiten an den Motoren

Ein weiteres sehr unbeliebtes Projekt ist die Wartung unserer beiden Dieselmotoren. Die große Motorinspektion mit Tausch der Impeller, Öl- und Dieselfilter hatte Kai bereits in Antigua vorgenommen. Er wollte jedoch die Krümmer nicht dort reinigen, weil diese bei der Reinigung leicht mal kaputt gehen können. Und in Antigua hätten wir keine neuen bekommen. Und ohne Krümmer laufen unsere Motoren nicht. Deshalb hatte er sich diese Arbeit für Martinique aufgehoben. 

Zuerst einmal fragten wir beim Volvo-Händler, ob er die Krümmer im Falle eines Falles an Lager hätte. Hatte er! Gut, so konnte Kai die Krümmer ausbauen und mit der Reinigung beginnen. Ein Job, den er hasst wie die Pest! Als ehemaliger Elektronikentwickler liebt er eine reine und saubere Umgebung. Genau das richtige, um kleine Bauteile aufzulöten u.ä. Aber im Öl und Ruß zu wühlen und danach völlig verdreckte rabenschwarze Hände zu haben, ist für ihn kein Spaß. Aber es hilft ja nichts, die Krümmer müssen leider ab und an gereinigt werden.

Und sie hatten es bitter nötig! Was Kai da an Verkrustung rausholte war unglaublich. 

Und mit einem Katamaran hat man ja immer doppelt Spaß. Nachdem er den Krümmer im Backbord-Motor gesäubert hatte, durfte er die Säuberungs-Aktion noch am Steuerbord-Motor wiederholen. 

Außerdem waren unsere Luftfilter relativ dreckig und Kai baute uns ein Paar neue. Schon beim letzten Mal hatten wir beschlossen, dass der Preis von Volvo von €50,- pro Luftfilter völlig irre ist. Und da wir noch etwas Schaumstoff von alten Kissen an Bord hatten, baute uns Kai diese wieder selbst. Kosten €0,-. Das ist doch toll, oder?

Und zu guter Letzt leckte bereits seit einiger Zeit die Seewasserpumpe am Steuerbord-Motor und sollte somit dringend repariert werden. Glücklicherweise war das Problem schnell gefunden, es war wieder der Simmerring, wie beim letzten Mal am Backbord-Motor. Schnell beim Volvo-Händler zwei neue gekauft (einer als Ersatz), eingebaut und die Pumpe war wieder dicht. Kosten €10,-. Wenn nur alles immer so einfach und kostengünstig wäre!