Zur Abwechslung arbeitet Kai mal an Land…

…und hilft unseren Freunden bei Garten- und Reparaturarbeiten.

Unser Freund Arno ist dieses Jahr mit dem Umbau seines Cottages beschäftigt. Im Rahmen dieser Umbauarbeiten hatte er auch ein paar Mauern höher gesetzt und nun musste die Fläche mit Erde aufgefüllt werden. Zusammen mit seinem Gärtner und einem Freund hatte er schon die Hälfte der Fläche gefüllt, aber es war eine wahnsinnig beschwerliche Arbeit und so fragte er Kai, ob er nicht auch an ein paar Vormittagen mithelfen könne, die Erde in Schubkarren von seinem Haus runter neben das Cottage zu bringen. Zu viert war man doch noch mal schneller als zu dritt.

Zuerst hatte Kai leider das falsche Schuhwerk (ein paar alte völlig ausgelatschte, mehrfach geklebte Sketchers), die seinen Zehen ziemlich Probleme machten. Nach dem ersten Arbeitseinsatz konnte er abends fast nicht mehr gehen, weil beide Zehen so sehr geschwollen waren.

Doch nachdem wir in der Stadt waren und Kai sich ein paar Wanderschuhe gekauft hatte, ging die Arbeit ihm viel leichter von der Hand (oder eher vom Fuß 😜). Morgens um 7 Uhr ging es los, um 9 Uhr gab es eine Kaffeepause und dann ging es nochmal weiter bis um 12 Uhr. Mit seinen neuen Wanderschuhen schaffte er in 4,5 Stunden 36 Schubkarrenladungen Erde den Berg hinunter. Meines Erachtens eine beachtliche Leistung bei der Hitze. Und abends hatte er noch nicht einmal Muskelkater.
Ich wäre nach so einer Arbeit vermutlich abends tot in der Ecke gelegen, aber Kai meinte sogar, das sei mal eine willkommene Abwechslung zum Kitesurfen und Wingfoilen. Das hörte Arno natürlich gerne und verpflichtete ihn gleich noch für zwei weitere Tage. 😂

Nachdem Kai mit dieser Arbeit fertig war, half er noch unserer Freundin Solveig ihren Marmortisch zu reparieren. Hier war eine Ecke abgebrochen und Kai klebte diese mit Epoxy wieder fest.

Außerdem möchte Solveig gerne einiges von ihrem alten Wingfoil-Equipment verkaufen. Leider waren jedoch bei einem der Wings beide Ventile kaputt gegangen, so dass wir ihr halfen, neue einzukleben. Dann war noch ihr aufblasbares Foil-Board kaputt gegangen und sie war sich nicht sicher, ob ihr Mast und Foilwing an ein altes festes Board geschraubt werden können. Kai nahm die ganzen Teile, montierte alles und es sah gut aus. Aber nur weil es gut aussah, hieß es ja noch nicht, dass es auch funktioniert. Also schafften wir das Board inklusive Foil runter an Arnos Dock und Kai probierte es aus. Geht einwandfrei! Da strahlte Solveig, weil sie jetzt ein komplettes Anfängerset verkaufen kann und wieder etwas Platz in der Bude bekommt.

Was tun mit den ganzen Mangos?

Erst am nächsten Tag ging uns auf, wie viele Mangos wir da eigentlich (in unserem letzten Blogbeitrag) gesammelt hatten. Als wir nämlich zum Mittagessen jeder ein paar Mangos aus den Eimern nahmen, wurde uns klar, dass wir in dieser kurzen Zeit mehr als 100 Stück aufgesammelt hatten. Die konnten wir niemals alle essen!

So kommen wir uns momentan etwas vor wie Forrest Gump mit den Shrimps. Wer den Film kennt, erinnert sich bestimmt an die Szene, in der Forrest aufzählt, was man alles aus Shrimps zubereiten kann.

So ähnlich geht es uns gerade mit den Mangos: ich kochte drei Mal insgesamt ca. 40 Stück zu Marmelade ein, und so essen wir nun Mango Marmelade, Mangos pur, Mango-Joghurt, Obstsalat mit Mango und Mango-Chutney. Solveig schnitt das Mangofleisch in Stücke und fror es ein, so dass wir abends bei ihr auch noch Mangoeis essen konnten. Alles sooo lecker!

Wir lieben Mangos, aber meist haben wir nach der Mango-Saison so viele Mangos in allen möglichen Varianten gegessen, dass sie uns zu den Ohren rauskommen. Hoffen wir mal, dass das dieses Mall nicht der Fall sein wird 😜
Bis jetzt freuen wir uns auf jeden Fall noch riesig über unsere tolle Mango-Ernte.

Die Mango-Saison ist in vollem Gang

Bevor wir Ende Mai nach Barbuda segelten, sahen wir beim Einkaufen überall am Straßenrand Stände mit Mangos und die Mangos kullerten sogar im Rinnstein herum. Auf dem Markt gab es reichlich Auswahl und wir kauften zwei Tüten für unseren Barbuda-Aufenthalt.

Als wir nun von Barbuda zurück kamen, waren nur noch hier und da vereinzelte Mangos zu sehen. Oh je, sollten wir die Mango-Saison verpasst haben?
Leider weiß man nie so genau, wann diese beginnt und endet. Zum einen gibt es sehr viele verschiedene Sorten, die zu unterschiedlichen Zeiten reif werden, zum anderen kommt es noch darauf an, wie oft es regnet. So wissen wir nur, dass in Antigua irgendwann zwischen Ende März und Ende Juli die Mangos Saison haben. Manchmal verkürzt sich die Saison aber auch auf April bis Juni.

So beschlossen wir, einfach mal auf unser Glück zu hoffen und mit unserer Freundin Solveig zusammen nach Falmouth zu fahren, wo es einen riesigen Mango-Hain gibt.

Bewaffnet mit zwei großen Eimern stiegen wir dort aus dem Auto und machten erst einmal lange Gesichter. Wir fanden einige verfaulte Mangos und sehr viele abgenagte Kerne und keine einzige frische Mango. Ach je, wie enttäuschend! Solveig wollte gerade das Auto wenden, als Kai rief: „Da vorne liegt eine!“ Also wieder raus aus dem Auto und nochmal etwas weiter in den Mango-Hain hineingelaufen.

Und tatsächlich weiter hinten lagen Mangos in Hülle und Fülle. Innerhalb von 15 Minuten hatten wir zu dritt beide große Eimer gefüllt und konnten diese mit strahlenden Gesichtern ins Auto hieven.

    

Eigentlich wäre das schon ein perfekter Tag gewesen, aber um den Tag so richtig toll enden zu lassen, gingen wir, wo wir ja nun schon mal in Falmouth waren, noch in unsere Lieblings-Burgerbar „Sweet T’s“. Dort gönnte Kai sich einen Doppeldecker-Burger (mit zwei Buletten, Käse und Tomaten) mit Wedges und Salat und für mich gab es einen Hamburger mit Ei, Pommes und Salat. Und als Nachtisch gab es für jeden von uns zwei Kugeln Eis in der Waffel.

Lieber Toby und Charly dieses himmlisch leckere Essen ging auf euch. Herzlichen Dank dafür! Wir hoffen, ihr seid uns nicht böse, dass wir eure Spenden nicht nur für Eis, sondern für ein komplettes Abendessen eingesetzt haben 🤩