Nähtage mit unserer neuen Barracuda

Bevor wir nach St. Martin gesegelt waren, hatten wir von einer Freundin zwei Nähmaschinen gekauft. Eigentlich wollten wir nur ihre Reliable Barracuda (eine etwas günstigere Version der Sailrite) kaufen, doch wir bekamen dann noch als Geschenk ihre alte Stickmaschine dazu. 

Mit der Stickmaschine hatten wir in St. Martin schon einige Taschen und Geldbeutel aus Kite-Material genäht, aber unsere Barracuda hatten wir noch nicht ausprobiert. Diese sollte wie Butter durch mehrere Lagen dicken Sunbrella-Stoffes durchgehen und wir waren gespannt, ob das wirklich stimmte.

Zuerst nähten wir nun eine Verlängerung für unser Lazy Bag (der Sack auf dem Baum, in dem unser Segel liegt). Mittlerweile war uns bereits zwei Mal das Schothorn an unserem Segel ausgerissen, weil unser Lazy Bag zu kurz und dieser Teil des Segels somit immer in der Sonne war. Das mussten wir dringend ändern. 

Es wurde zwar nicht sonderlich schön, aber Hauptsache es funktioniert!

Und als nächstes Projekt wagten wir uns an eine neue Husse für unseren Außenborder. Vor einigen Tagen streikte unser Außenborder urplötzlich. Ich war mit dem Dingi unterwegs und schaffte es dann gerade noch so an eine Boje, an der ich mich festmachen konnte. Nach mehrmaligen Versuchen, ging der Außenborder zwar wieder an, lief aber nur noch auf einem Zylinder. Das klang nicht gut und die Fahrt zurück zum Boot war auch recht langsam.

Ob das wohl an den Zündkerzen liegen könnte? Kai baute diese aus und reinigte sie, aber das Problem bestand immer noch. Dann tauschen wir sie vielleicht am besten mal gegen neue. Und tatsächlich, jetzt schnurrte unser Motor wieder wie ein Kätzchen. Welch Erleichterung, dass es kein größerer Defekt war!

Und da wir nun schon mal die alte Husse unten hatten und uns diese genauer anschauten, waren wir uns einig, dass wir dringend mal eine neue nähen sollten.

Also nichts wie ran. Die alte Husse diente als Vorlage, drei Teile zugeschnitten, diese mit Klammern festgemacht und schon war die Husse fertig. Na ja, fast. Denn der schwierigste Teil kam noch, nämlich die ganzen Schlitze für die Anlassleine und die Lufteinlässe hinein zu machen. Ich zeichnete alles mit Kreide an, während die Husse auf der Motorhaube saß, dann schnitt ich die Löcher zurecht, fertigte aus Plastik noch ein paar Verstärkungen für die Ecken an und Kai nähte in mühevoller Kleinarbeit alles zusammen.

Ist zwar auch nicht unbedingt wunderschön geworden, aber wir sind dennoch zufrieden!

Ein Gedanke zu „Nähtage mit unserer neuen Barracuda

  1. Hallo Ihr Beiden,
    ich wollte noch mal Bescheid sagen, dass wir die 300 Ah Lithium Batterie bei Tradewind Electric gekauft haben. Es hat ein Weilchen gedauert, bis sie endlich da war. Klar, wenn man die Batterien in den USA bestellt, sind sie preiswerter. Aber wir wollten nicht warten, bis eine Bestellung endlich da ist. Das kann ja schon mal dauern. Und unsere neue hatte Terrell schon für sein Lager bestellt.
    Also vielen Dank für den Tipp.
    Der kleine Matratzenladen konnte uns leider nicht mit einem Lattenrost weiterhelfen. Wir haben schon alle französischen Inseln abgeklappert. Es gibt nur die mit Metallrahmen und die sind ja nicht für ein Boot geeignet.
    Viele Grüße Uwe (SY LUWINA)

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