Port Louis

Montag vor einer Woche segelten wir dann von Antigua nach Guadeloupe. Ursprünglich wollten wir uns mit ein paar französischen Freunden von uns in Deshaies treffen, doch mittlerweile waren sie mit ihrem Boot nach Port Louis, auf der anderen Seite der Insel gefahren.

Da wir dort noch nie gewesen waren und schon von einigen Freunden gehört hatten, dass es recht schön sein soll, überlegten wir, ob wir nicht auch einfach nach Port Louis segeln sollten. Der Wind kam etwas aus Nordost, also ideal um dorthin zu gelangen, denn mit Ostwind würden wir das nicht auf einem Bug schaffen. So würden wir auch mal wieder einen neuen Ort kennenlernen und nicht immer das gleiche sehen. Klingt gut, machen wir!

Und wir waren froh über unsere Entscheidung, denn Port Louis ist in der Tat ein wunderschönes kleines Fischerdorf. Wir ankerten vor einem Strand, an dem es jedoch leider sehr viel Wassersportaktivitäten gab. Das und die Bar am Strand, die teilweise bis drei Uhr nachts Musik spielte, vergällten uns den Aufenthalt etwas. Ab 10 Uhr morgens fingen sie an mit Jetskis durch die Bucht und um unser Boot zu fahren. Zu manchen Zeiten zählten wir 12 Jetskis. Es war wie ein kleiner Jahrmarkt auf dem Wasser. Die Jetskies waren die Autoscotter, dann hatten sie noch ein kleines Speedboot, in dem die Leute hinten alle in zwei Reihen nebeneinander saßen, das mit rasender Geschwindigkeit durch die Gegend fuhr. Und es gab noch diverse Boote, die eine aufgeblasene Plattform oder ein „Karussell“ hinter sich herzogen, das uns an das Himalaya-Fahrgeschäft auf unserer Kerwe zu Hause erinnerte. Für die Touristen am Strand wirklich toll, für uns eher ziemlich nervig und mit viel Krach verbunden.

Und so verbrachten wir die Tage oft an Land und machten Spaziergänge und Ausflüge.

Das kleine Dorf Port Louis ist wirklich bezaubernd. Alles ist sehr sauber, die Marina mit ihren bunten Fischerbooten ist pittoresk, die alten verfallenen Häuser zwischen schönen neuen Häusern versprühen einen tollen Charme und überall gibt es Murals. 

Als wir das erste Mal an Land waren, wollten wir eigentlich nur etwas durch die Stadt bummeln, aber dann wurde ein fast 10km langer Spaziergang daraus, weil wir immer weiter am Strand entlang liefen. Zuerst waren da die malerischen Gebäude, dann der total überlaufene Touristenstrand, ein Stück weiter einsame Sandstrände, dann Mangroven und Riffgestein mit herrlichem Blick über das türkisfarbene Wasser auf unsere Silence. Wirklich schön und abwechslungsreich hier!

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