Kitesurfen, Green Island und alte Bekannte

Wir sind mittlerweile schon fast wieder eine Woche zurück in der Nonsuch-Bay und hatten nochmals drei Stunden Unterricht im Kitesurfen. Kai ist vorgestern die ganze Zeit alleine hin und her gefahren, während ich erneut mit Lehrerin unterwegs war und gute Tipps bekam. Aber immerhin funktionieren meine Wasserstarts nach rechts mittlerweile fast immer und ich fuhr ein paar Mal so lange, bis es mir zu schnell wurde und ich dann leider so weit abgebremst habe, dass ich anstatt wieder langsam Fahrt aufzunehmen, mit dem Hintern ins Wasser geplumpst bin.

Gestern ist Kai ganz alleine gefahren und ich bin mit unserem Dingi hinterher, um ihn notfalls zu „retten“, aber das war glücklicherweise nicht nötig. Ich saß die ganze Zeit im Dingi und filmte Kai und nach etwas mehr als einer Stunde sammelte ich ihn mitsamt Kite am Ende der Bucht wieder ein. Das Grinsen auf seinem Gesicht hättet Ihr mal sehen sollen 😉

Wenn das Wetter mitspielt (heute haben wir nämlich fast keinen Wind), habe ich morgen nochmal eine Unterrichtsstunde und hoffe, dass ich danach genauso sicher auf dem Board stehen werde, wie Kai. Allerdings ist momentan für die nächsten drei Tage sehr wenig Wind gemeldet, so dass es eventuell erst einmal nichts wird mit dem Kitesurfen ;-( Also drückt die Daumen, dass wir bald wieder mehr Wind haben und wir dann endlich wieder aufs Board können.

Aber glücklicherweise wird es einem hier ja nicht so schnell langweilig. Vor ein paar Tagen waren wir auf Green Island (das ist die Insel neben der wir gerade ankern) spazieren. Diese Insel ist unbewohnt und wir sahen sehr viele Eidechsen, Vögel und Krabben. Wir spazierten einmal quer über die Insel bis zu einer Bucht auf der anderen Seite und bahnten uns dann unseren Weg zurück . Auf einem kleinen Hügel hatten wir sogar Internetempfang (von einem Resort das direkt gegenüber auf Antigua liegt) und konnten dort unsere e-mails abrufen.

Katamaran mit Regenbogen beschwerlicher Weg Green Island Eidechse Green Island Eidechse2 Green Island Krabbe Green Island Vogel gelber Bauch Green Island Andrea Kakteen Green Island andere Bucht Green Island Green Island mit Internetempfang Blick von Green Island auf unser Boot Blick von Green Island auf unser Boot1

Heute haben wir es mit dem Internet etwas einfacher. Wir benutzen gerade den Internetzugang unserer Bootsnachbarn. Elizabeth und John aus USA hatten wir in Puerto Calero kennengelernt und als wir kürzlich in Falmouth Harbour ankerten, um unsere Permit zu verlängern, fuhren sie mit ihrem Boot an uns vorbei. Schnell überredeten wir sie ebenfalls in die Nonsuch Bay zu kommen und verbrachten die letzten Abende abwechselnd auf unserem und ihrem Boot. Die Welt ist doch wirklich klein, oder?

Coole Fotos vom Kiten

Heute haben wir endlich mal wieder Internet, denn wir sind wieder in Falmouth in der Mad Mongoose Bar. Da unsere Cruising Permit auf Antigua nur für 4 Wochen gilt und somit am 26. Februar ausläuft, sind wir übers Wochenende nach English Harbour bzw. Falmouth Harbour zurückgekehrt, um diese zu erneuern. Hier mussten wir auch dringend unsere Vorräte wieder aufstocken, denn ursprünglich hatten wir geplant, nur ein paar Tage in der etwas abgelegenen Nonsuch Bay zu bleiben und nun wurden fast zwei Wochen daraus. Ich komme mir vor, wie nach der Atlantik-Überquerung, denn wir hatten nur noch eine Orange, zwei Tomaten, zwei Paprika und zwei Kartoffeln. Aber natürlich hätten wir nicht hungern müssen, denn Dosenfutter ist noch mehr als genug vorhanden 😉

Nun können wir Euch auch endlich noch die Schnorchel- und Kite-Fotos aus der Nonsuch Bay nachliefern. Alleine die Bucht ist schon der absolute Hammer. Riesengroß mit türkisfarbenem Wasser und vielen Riffs zum Schnorcheln. Aber absolut ideal ist es hier tatsächlich zum Kiten. Da die Bucht so riesig ist und der Wind über ein großes Riff vom Meer her weht, sind es die perfekten Konditionen für Anfänger. Wir haben jede Menge Platz zum Üben und sollte irgendetwas schiefgehen, würden wir und auch unser Kite aufs Land getrieben und nicht aufs offene Meer.

Gestern hatten wir wieder eine Unterrichtsstunde und da hat es bei Kai „Klick“ gemacht. Urplötzlich klappte alles wunderbar. Er legte einen grandiosen Start hin, ließ den Kite arbeiten, lehnte sich nach hinten und fuhr einfach so mehrere hundert Meter übers Wasser. Am Ende schaffte er es sogar zu kanten und ein ganzes Stück Upwind zu fahren. Das war unglaublich und auch für ihn war es ein Wahnsinnsgefühl. Als wir ihn wieder mit dem Dingi einsammelten, jauchzte er und strahlte wie ein Honigkuchenpferd.

Bei mir klappte es zwar leider noch nicht ganz so gut, aber immerhin funktionieren nun die Wasserstarts nach rechts ziemlich zuverlässig und auch ich konnte mich ein paar Mal für einige Zeit auf dem Board halten. Obwohl ich sicherlich um einiges langsamer unterwegs war als Kai, empfand ich es dennoch als sehr schnell. Chris hat uns erzählt, dass der Weltrekord beim Kiten bei über 50 Knoten liegt (also bei ca. 90 km/h)!

Wir sind so froh, dass wir endlich einen tollen Sport gefunden haben, den wir hier vom Boot ausüben können, denn unser Volleyballtraining hat uns beiden sehr gefehlt. Doch dafür benötigen wir natürlich das entsprechende Equipment. Chris und Susie von der Kite-Schule verkaufen auch gebrauchtes Equipment und haben uns bereits ein Angebot für ein Board, zwei Schirme und ein Trapez gemacht. Zusammen mit den Kursen gibt das natürlich ein ganz schönes Sümmchen, aber nachdem wir nun so unglaublich viel Arbeit und Geld in unser Boot gesteckt haben, sind wir der Meinung, dass wir uns nun auch etwas Spaß und Erholung verdient haben.

Da uns auch das Bloggen immer einiges an Geld (auf dem Atlantik und hier in der Nonsuch Bay mussten wir die Blogs z.B. über unser Satellitentelefon schicken) und auch Zeit kostet (je nach Internetverbindung brauchen wir für einen Beitrag zwischen 2-4 Stunden), haben wir gedacht, wir könnten Euch ja um etwas Unterstützung bitten. Deshalb haben wir einen „Donate-Button“ eingerichtet mit dem Ihr uns etwas spenden könnt. Da wir mittlerweile schon sehr viele Abonnenten haben, würden selbst Kleinstbeträge von ein paar Euro uns schon riesig helfen 😉

Kai beim Schnorcheln Hirnkoralle1 kleine Fische Tarnfisch Feuerfisch schwarz gelber Fisch Korallen Papageifisch Tintenfische unser Boot Nonsuch Bay Kiter Nonsuch Bay Kiter Nonsuch Bay2 Kiter Nonsuch Bay1 kleiner Kite am Strand großer Kite am Strand Instruktionen Gabriel erste Versuche mit dem Bord Kai erste Versuche Andrea Kai fährt zum ersten Mal Kai geht ab

 

Wir sind infiziert!

Kitesurfen ist ja so genial! Leider konnten wir am Wochenende keine Stunden nehmen, weil schon alles ausgebucht war, aber am Montag sollte es weitergehen. Doch dummerweise machte uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Es hatte so gut wie keinen Wind und somit ließen wir es auch auf Anraten unseres Instructors lieber bleiben. Doch dummerweise sollten wir am Dienstag auch nicht viel mehr Glück mit dem Wetter haben. Es zog eine Squall nach der anderen durch. Die Profis freuten sich über den Wind, den die Squalls mitbrachten, wir eilten jedoch schnell aus dem Wasser und schauten mit großen Augen zu, wie die Profis durch die Luft sprangen. Nach einer Stunde gaben wir letzendlich auf, fuhren zurück zu unserem Boot und machten uns erst einmal eine Kanne Tee, weil wir völlig durchgefroren waren.

Gestern ging es dann aber endlich weiter. Wobei, so richtig weiter ging es eigentlich nur bei Kai, denn ich trat im wahrsten Sinne des Wortes eher auf der Stelle. Während Kai zu beiden Seiten perfekte Starts hinlegte und sich sogar ein ganzes Stück auf dem Brett hielt, klappte bei mir so gut wie nichts. Kaum hatte ich den Po aus dem Wasser, als ich auch schon wieder mitsamt dem Board unterging. Manchmal machte ich auch einen auf Superman und flog ohne Board ein paar Meter durch die Gegend. Das macht zwar auch Spaß, ist aber nicht unbedingt das, was man Kitesurfen nennt. Also nahmen wir heute gleich unsere nächaten Stunden und ich ließ Kai den Vortritt, so dass ich mir nochmal anschauen konnte, wie es eigentlich aussehen soll. Kai legte souveräne Starts hin und hielt sich auch immer länger und besser auf dem Board. So sauste er ein paar Mal ein paar hundert Meter Downwind, nur wenn es ihm zu schnell wurde, verlor er immer die Kontrolle und fuhr wie ein Betrunkener Schlangenlinien, bevor es ihn vom Board pflückte 😉 Aber immerhin, er konnte sich eine ganze Weile auf dem Board halten und es machte ihm riesig Spaß.

Und dann kam ich an die Reihe. Nachdem bei mir am Vortag so gar nichts funktioniert hatte, hoffte ich sehr, dass es heute besser wird. Und glücklicherweise war es auch so. Nach ein paar misslungenen Starts, klappte es urplötzlich und auch ich hielt mich ein ganzes Stückchen auf dem Board. Anscheinend machte ich dabei nicht unbedingt die beste Figur, aber egal Hauptsache ich stand mal drauf und flog den Kite. Selbst als ich mir das Board an den Unterschenkel knallte und ich einen riesigen Abflug machte, grinste ich über beide Ohren, als mein Kopf wieder aus dem Wasser kam. Wir sind infiziert mit dem Kite-Virus und müssen gleich unsere nächsten Stunden buchen!