Ausflug zur Devil’s Bridge

Vor einigen Tagen machten wir einen kleinen Ausflug an Land. Von unserem Boot aus können wir hinüber schauen auf einen langen Felsvorsprung von Antigua, genannt Devil’s Bridge. Uns war nie wirklich klar, wieso diese Landzunge so heißt und so gingen wir auf Erkundungstour.

Wir machten unser Dingi am Fischersteg außerhalb von Willikies fest und gingen diesmal nicht in Richtung der Ortschaft los, sondern in die entgegengesetzte Richtung. An diesem Teil der Insel sind wir bisher nur mit unserer Silence entlang gefahren und kennen ihn somit nur von der Seeseite aus.

Nach ca. 1 km kamen wir an eine Abzweigung. Wir hätten vermutet, dass wir hier nach rechts abbiegen müssen, doch ein Wegweiser zeigte an, dass es geradeaus zu einigen Hotels, einem Strand (Long Beach) und zur Devil’s Bridge geht. Und so folgten wir weiter der Straße bis wir ganz an deren Ende am Long Beach standen. Der Strand ist zwar recht schön aber er macht seinem Namen keine Ehre, denn lang ist er nicht wirklich. Außerdem wird er von Hotels gesäumt und Touristen werden mit Taxis hierher gekarrt, so dass überall Liegestühle standen, auf denen sich meist sehr beleibte Amerikaner sonnten. Nee, da haben wir draußen auf Green Island schönere und einsamere Strände.

Aber von einem Weg zur Devil’s Bridge war hier nichts zu sehen. So liefen wir zurück zur Abzweigung mit dem Schild und bogen dort ab. Der Weg führte uns vorbei an einem anderen Hotel, hinter welchem noch ein weiteres Hotel gebaut wird (als ob Antigua nicht schon genug davon hätte) und vorbei an ein paar tollen felsigen Buchten. 

Und nach ca. 1,5 km standen wir mitten im Nationalpark Devil’s Bridge. Dies ist eine schroffe flache Landzunge, an der bei viel Wind die Gischt mehrere Meter in die Höhe spritzt. Doch da ja momentan wie gesagt wenig Wind herrschte, war es nicht ganz so spektakulär. Aber trotzdem sehr schön! 

Aber warum der Nationalpark Teufelsbrücke hieß, war uns immer noch nicht ganz klar, denn wir sahen weit und breit keine Brücke. Komisch!

So spazierten wir etwas durch die Gegend und als wir einmal um die ganze Landzunge herumgelaufen waren, erblickten wir endlich den Namensgeber.

Das Wasser hatte an einer Stelle eine Art Bogen aus den Steinen heraus gespült, der aussah wie eine Brücke. Aha, daher also der Name! Es sah wirklich sehr beeindruckend aus und so mussten wir beide einmal darüber spazieren und hoffen, dass nicht gerade in diesem Moment eine Welle kommt, die uns von Kopf bis Fuß nass spritzt. Ich hatte Glück, aber Kai setzte kaum seinen Fuß auf die Brücke, als er schon bis zum Bauch nassgespritzt wurde. Hihi, da hatte ich ja Glück gehabt!

Bevor wir uns auf den Rückweg machten, mussten wir noch eine kleine Reparatur an meinen Schuhen durchführen. Bereits auf dem Hinweg hatte sich die Hälfte meiner Schuhsohle gelöst (tja, es ist halt leider gar nichts für die Temperaturen in den Tropen geschaffen) und ich konnte nur noch mit großen staksigen Schritten gehen, weil ich ansonsten immer stolperte. Glücklicherweise fanden wir unterwegs ein Stück Schnur, das wir nun um den Schuh wickeln konnten und gleich lief es sich wieder viel besser!

Aber dennoch kamen wir ziemlich erschöpft auf unserer Silence an, weil wir die ganze Zeit in der Sonne gelaufen waren. Es ist schon der Wahnsinn, wie viel wärmer es an Land ist. Auf unserer Silence weht selbst bei wenig Wind doch fast immer ein kleines Lüftchen und das Wasser um uns herum kühlt auch etwas. Richtig schön angenehm!  

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