Es stürmt und stürmt und stürmt

Leider hatten wir es gestern Abend nicht mehr geschafft unser Bimini herunter zu nehmen, weil es immer wieder regnete. Und so ließen wir es an Ort und Stelle, in der Hoffnung, dass wir auf Höhe des Biminis sowieso nicht so viel Wind abbekommen und wir es vielleicht gar nicht abnehmen müssen.

Doch da hatten wir natürlich falsch gehofft. Vor Anker kommt der Wind ja immer direkt von vorne, doch da wir nun in den Mangroven vertäut waren, kam der Wind teilweise auch etwas von der Seite. So fuhr er des Nachts ständig in unser Bimini und es klang, als ob es jeden Moment zerreißt. Um 4 Uhr morgens entschieden wir, dass uns das zu riskant ist. Also nichts wie raus und das gute Ding runternehmen. Wir waren fast fertig, als es wieder anfing zu regnen. Jetzt aber schnell! 20 Minuten später saßen wir wieder im Trockenen und der Regen prasselte wie verrückt auf unsere Silence.

So waren wir dann einige Zeit wach, bis der Regen endlich etwas nachließ und wir wieder einschlafen konnten. Zwei Stunden später fingen dann zwei unserer Leinen am Mast an zu schlagen. Also stand Kai wieder auf und befestigte diese an einer anderen Stelle. 

Immer wieder wurden wir durch trommelnden Regen geweckt, schliefen aber glücklicherweise auch immer wieder ein, sobald dieser nachließ.

Am späten Morgen zog der Sturm dann direkt über uns hinweg und der Wind drehte sich in Richtung Südost und nahm nochmals etwas an Stärke zu. Wir schätzen, dass wir nachts ca. 30-35 Knoten Wind hatten, und nun waren es eher 35-45 Knoten. Immer wieder hörten wir Böenwalzen über die Mangroven ziehen und die Büsche, Bäume und Palmen wackelten wie verrückt. Glücklicherweise waren wir in den Mangroven tatsächlich recht gut geschützt und hatten hier an Deck kaum Wind. Wie gut, dass wir uns mit unserer Silence hierher verkrochen hatten. 

Es regnete heute den ganzen Tag immer wieder mehr oder weniger heftig und der Wind blies und blies und blies. Auf dem Regenradar sieht es so aus, dass jetzt gerade (20 Uhr) noch die letzten Ausläufer über uns hinwegziehen und dann haben wir es hoffentlich überstanden. Und vielleicht bekommen wir diese Nacht dann auch etwas mehr Schlaf ab.

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