Geburtstag in der Davis Bay

Leider hinke ich mit meinen Blogbeiträgen momentan etwas hinterher und so schiebe ich diesen Beitrag mal kurz dazwischen.

Zu meinem Geburtstag war leider nicht sehr schönes Wetter angekündigt: es sollte Regen und Wind und Wellen aus Nordost geben. Leider war unser momentaner Ankerplatz nach Nordosten etwas ungeschützt und so beschlossen wir, bereits am Nachmittag vor meinem Geburtstag nach Long Island in die Davis Bay zu fahren.

Long Island ist eine kleine Privatinsel vor der Nordostspitze Antiguas, auf der es unzählige Hotels und private Villen gibt. In der Davis Bay ankerten wir wunderbar geschützt vor einem Sandstrand, an dem eine Ferienvilla neben der nächsten steht. Überall ragen Palmen in die Höhe und die Häuser sehen wunderschön aus.

Aber hinter uns bot sich leider ein ganz anderer Anblick. Dort liegt nämlich der „Industriehafen“ Long Islands. Von hier aus geht alle paar Minuten ein Shuttle, das die ganzen Angestellten von Antigua hierher und nach getaner Arbeit wieder zurück bringt. Kleine Fähren karren LKWs mit Diesel und Lebensmitteln herüber und schwimmende Schaufelradbagger befreien die Strände Long Islands von dem lästigen angeschwemmten Sargassum Seegras. Hier herrschte ein reges Treiben. Teilweise kamen wir uns vor wie auf der Autobahn. Und zu allem Überfluss wurde genau neben uns auch noch eine neue Villa gebaut und wir hatten jede Menge Baulärm.

Nicht gerade die Traumbucht für meinen Geburtstag, zumal man die Insel auch nicht betreten darf. Aber wir lagen wie auf einem Baggersee und Nachmittags gegen 16 Uhr hörten die Bauarbeiten auf und auch die Fähren fuhren nicht mehr ganz so rege. Obwohl der Wind über Nacht draußen mit über 20 Knoten blies und es 2,5m hohen Nordschwell gab, schliefen wir hier wie die Babys. Da nimmt man während des Tages auch gerne mal etwas Lärm in Kauf.

Morgens wurde ich dann von Kai mit frisch gebackenen Brötchen verwöhnt. Und danach hatte ich jede Menge Geschenke auszupacken. Kai hatte mir ganz viel Schokolade geschenkt (da kann man bei mir nie falsch liegen), dazu noch ein paar eBooks und 3 Computerspiele fürs iPad. Diese musste ich natürlich gleich ausprobieren und ich fand sie alle toll. Kann ich nur empfehlen: Tiny Bubbles, Suit-Up und SNIKS. Außerdem hatte ich noch so viele Glückwünsche über e-mail, Telefon, WhatsApp und Facebook erhalten, dass der Nachmittag wie im Flug verging. Da war es auch gar nicht schlimm, dass das Wetter nicht so schön war.

An meinem Geburtstag bin ich immer etwas traurig, dass wir so weit weg von allen Freunden und Verwandten sind. Früher hatten wir meine Geburtstage immer in großer Runde gefeiert und das war für mich das schönste Geschenk: alle meine Lieben auf einem Fleck zu haben und mit Euch zu feiern. Das fehlt mir bei unserem jetzigen Leben sehr. So wie ihr in Corona-Zeiten Geburtstag feiert, so sehen bei uns auf dem Boot fast alle Geburtstage aus. Auch dieses Jahr waren leider keinerlei Freunde oder Bekannte hier, mit denen wir hätten feiern können und so habe ich mich umso mehr über eure ganzen Nachrichten gefreut. Vielen Dank, dass ihr so zahlreich an mich gedacht und mich mit guten Wünschen für mein neues Lebensjahr überhäuft habt! So war es trotz schlechten Wetters, Lärm und in trauter Zweisamkeit ein wunderschöner Geburtstag!

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