Besuch aus Deutschland

Anfang September besuchte unser Freund Andreas uns für eine Woche. So holten wir Dienstags um 13 Uhr den Mietwagen in Charlotteville ab und fuhren einmal an der gesamten Westküste entlang (55 km in ca. 2 Stunden) bis zum Flughafen am Crown Point. Leider hatte seine Maschine etwas Verspätung und bis er durch die Immigration war, war es schon so spät, dass wir den Rückweg im Dunkeln antreten mussten und Andreas somit gar nichts von der schönen Aussicht mitbekam.

Wir hatten uns für die eine Woche ein ziemlich straffes Programm überlegt und so fuhren wir gleich Mittwochs morgens mit dem Mietwagen auf den Flagstaff Hill, um die Aussicht zu genießen. Danach ging es über Speyside weiter zu den Argyle Falls, den höchsten Wasserfällen von Tobago (54m hoch). Diese bestehen aus mehreren kleinen Kaskaden und während zuerst ein breiter Weg bis zu den Wasserfällen führt, geht es danach über einen ganz schmalen Pfad weiter bis ganz nach oben.

Der nächste Programmpunkt war die Main Ridge Forest Reserve. Diese ist das älteste Waldschutzgebiet in der westlichen Hemisphäre (1776 unter Schutz gestellt) und der zentrale Gebirgsrücken erstreckt sich über ca. 2/3 der Länge Tobagos. Es gibt unzählige Wanderwege und  wir hatten die Qual der Wahl. Wir entschieden uns für den Gilpin Trace, den wir ca. 2 Stunden erwanderten. Der Pfad war teilweise recht schmal, führte vorbei an kleinen Bächen und Wasserfällen, über Brücken und unter umgestürzten Bäumen hindurch. Wie immer war es unglaublich grün und überall zwitscherten die Vögel.

Danach gab es einen kleinen mitgebrachten Snack, bevor wir durch den restlichen Park fuhren, um auf der Ostseite wieder an die Küste zu fahren. Dort unternahmen wir, als Kontrastprogramm, einen kleinen Strandspaziergang in der Bloody Bay, erfrischten uns mit kühlen Getränken und machten uns dann auf den Rückweg nach Charlotteville.

Kurz vor Charlotteville machten wir noch einen Stop am Fort Campbelton, um von dort einen Blick auf unsere Ankerbucht zu werfen. Dann fuhren wir zurück zu unserer Silence, duschten und zogen uns um und fuhren an Land, um in einem kleinen Restaurant ein typisch karibisches Abendessen zu genießen. Das Essen war sehr lecker, der Service jedoch mal wieder ziemlich mies. Wir bekamen Essen und Getränke und dann war die Bedienung nicht mehr zu sehen bis Andreas und Kai ihre Teller leer hatten. Dann kam sie angeschlurft und stand so lange neben mir, bis auch ich endlich den letzten Bissen hinuntergeschlungen hatte und sie uns die Teller entreißen konnte. Ja, ein typisch karibisches Restaurant!

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