Die große Runde zurück nach Martinique

Seit meinem letzten Blogbeitrag ist ganz schön viel Zeit vergangen, aber irgendwie fand ich auf unserer Tour nach Norden einfach nicht die Zeit und Ruhe, um zu berichten, was wir gerade so alles erleben.

Somit werde ich das jetzt in mehreren Beiträgen nachholen. Zuerst ging es für uns Ende Oktober über Nacht von Tobago nach Grenada. Dort lagen einige Bekannte mit ihren Booten und auch auf der Insel selbst haben wir ein paar Freunde. Es war ein großes Hallo, weil wir alle ziemlich genau ein Jahr lang nicht gesehen hatten. Da gab es viele Neuigkeiten auszutauschen und wir trafen uns jeden Abend mit anderen Bekannten. Tagsüber bastelte ich Schmuck, weil die Boutique in Grenada fast alle meine Nespresso-Ohrringe verkauft hatte. Kai wurschtelte am Boot und so vergingen die Tage wie im Flug.

 

Nach 9 Tagen brachen wir dann auf nach Carriacou, wo wir einen alten Freund von uns treffen wollten. Pablo und seine Frau hatten wir im Spätjahr 2014 beim Kiten in Union Island kennengelernt und anschließend hatten wir noch 6 Wochen zusammen in Grenada verbracht, wo sie ihr Boot verkauften, um wieder arbeiten zu gehen. Pablo arbeitete für ein Team im Americas Cup und Elvira hatte einen Job beim Volvo Ocean Race. Und nachdem die Rennen vorüber und die Verträge beendet waren, haben die beiden wieder ein Boot gekauft und waren zurück in der Karibik. Das gab ebenfalls ein großes Wiedersehen und wir hatten uns jede Menge zu berichten.

Außerdem hatte eine Bekannte von uns gerade ein Haus in Carriacou renoviert, in dem sie in Zukunft Appartements vermieten wird und wir trafen uns mit ihr zum Abendessen und bekamen am nächsten Tag eine Führung durch ihr Haus und konnten den Renovierungsfortschritt begutachten. Und wie bereits in Grenada, war ich auch hier wieder eifrig am Basteln. Ein kleines Café an der Strandpromenade verkauft ebenfalls meinen Schmuck. Da das Café so nah am Wasser ist, und mein Schmuck somit durch die salzhaltige Luft total angelaufen war, ersetzte ich alles und war wieder einige Tage nur am Basteln.

Danach ging es weiter nach Union Island, wo wir uns ebenfalls mit alten Freunden trafen. In Union Island ist es für uns immer ein bisschen, als ob wir nach Hause kommen. Als wir zum Einklarieren in Clifton waren, liefen wir keine 50m, ohne dass wir einen Bekannten trafen und mit Freude begrüßt wurden. Für uns als Nomaden, die normalerweise nur ganz wenig Kontakt zu Einheimischen haben, ist das immer wunderschön. Überall sahen wir bekannte Gesichter und wir fühlten uns total heimisch.  

Eigentlich wollten wir in Union Island nur einen ganz kurzen Zwischenstopp von 3 Tagen einlegen, doch dann war so toller Wind, dass wir beschlossen, statt dessen einige Zeit hier zu bleiben und mit unseren Freunden zu kiten und Mexican Train zu spielen (wer das nicht kennt: es ist ein tolles Domino-Spiel, was unseres Erachtens wesentlich mehr Strategie erfordert und dadurch auch viel mehr Spaß macht, als das herkömmliche Domino). Und drei Mal dürft ihr raten, was ich dort sonst noch so gemacht habe. Jawoll, Schmuck gebastelt! Eine kleine Boutique in Clifton verkauft Ohrringe und Armbänder von mir. Sie hatte zwar nicht besonders viel verkauft, aber auch hier war durch die salzige Luft der ganze Schmuck angelaufen und ich musste alles austauschen. In jeder freien Minute war ich am Basteln und so langsam kam es mir nicht mehr wie ein Hobby vor, sondern eher wie Stress. Ist schon komisch, wie etwas, das einem normalerweise so viel Spaß macht, durch Zwang dann auf einmal gar keinen Spaß mehr macht.

Aber auch Kai war gut beschäftigt. Als wir eines Morgens vom Kitesurfen zurück kamen, quoll uns Rauch aus der Gästekabine entgegen. Unser Inverter hatte sich gerade verabschiedet. Ein Kondensator war explodiert und der Inverter war durchgeschmurgelt. Kai raste in die Kabine, entfernte die Kabel und die Halterungen und rannte mit ihm nach draußen, um ihn im Wasser zu löschen. Doch mittlerweile hörte er auf zu rauchen und wir konnten ihn zum Auskühlen draußen hinlegen. Meine Güte, hatten wir einen Schreck bekommen. Wären wir eine Stunde später ans Boot zurück gekommen, wäre unsere Silence eventuell in Flammen gestanden. Nicht auszudenken! 

Nach zwei Wochen verabschiedeten wir uns schweren Herzens und segelten am 24.11. weiter nach Bequia. Am darauffolgenden Tag standen wir morgens um 5:30 Uhr auf und segelten an St. Vincent vorbei nach St. Lucia, wo wir bei Sonnenuntergang unseren Anker in der Rodney Bay in den weichen Sand setzten.

Und gleich am nächsten Tag ging es für uns in einem kleinen Hopp weiter nach St. Anne in Martinique. Und wie es von dort aus weiterging, erzähle ich dann im nächsten Blogbeitrag…

Wir helfen beim Fischen

Da wir uns demnächst wieder auf unsere Migrationstour nach Norden aufmachen wollen, gilt es, hier in Tobago noch ein paar Dinge zu erledigen.

So gingen wir am Dienstag zwei Mal mit insgesamt 7 Kanistern zur Tankstelle, um Diesel und Benzin zu bunkern. Dieses kostet hier nur ca. die Hälfte als auf allen anderen Inseln. Das lohnt sich also.

Außerdem ist auch das Gas unglaublich günstig. Während wir z.B. in Martinique €3,- pro Pfund und in Grenada ca. €0,71 zahlen, kostet es hier lediglich €0,13 pro Pfund. Wahnsinn, oder? Und so marschierten wir gestern nochmals mit 3 Gasflaschen zur Fabrik, um diese füllen zu lassen.

Als wir wieder zurück am Strand waren, wo wir unser Dinghi gelassen hatten, fingen Fischer gerade an ihr Netz auszubringen. Somit war der Zugang zum Meer für unser Dinghi blockiert und wir schauten etwas doof aus der Wäsche. Doch was soll’s, dann helfen wir einfach mit.

Kai schnappte sich ein Ende des Netzes und von überall her kamen noch Touristen und Locals angelaufen und alle fingen kräftig an zu ziehen. Ich schoss ein paar Fotos und half dann auch mit. Die Fischer gaben immer Anweisungen an welchem Ende gezogen werden muss und 45 Minuten später hatten wir alle mit vereinten Kräften das Netz eingeholt und es zappelten ca. 15-20 Fische drin. Eine ganz schön geringe Ausbeute für solch einen Aufwand!

 

Einer der Fischer bot uns für unsere Hilfe sogar einen Fisch an, doch wir lehnten dankend ab. Zum einen hatten wir die vergangenen Tage selbst so viel Fisch gefangen, dass wir nicht schon wieder Fisch essen wollten, zum anderen wollten wir den armen Fischern nicht auch noch ihren Fang schmälern. Und schließlich hatte es uns ja sogar ein bisschen Spaß gemacht 🙂

10 Betatester gesucht!

Wie bereits im letzten Blogbeitrag angekündigt, starten wir nun die Betatest-Phase unseres Spiels „Candy Maniacs“ für iPads und iPhones. 

Da wir selbst das Spiel so oft gespielt haben, dass wir die Verständlichkeit und Schwierigkeit nicht mehr richtig einschätzen können, brauchen wir nun eure Hilfe! 

Doch zuerst: worum geht es in unserem Spiel überhaupt? 

Du bist der Besitzer des berühmtesten Bonbonladens der ganzen Märchenwelt. Kinder aus aller Welt kommen zu dir, um deine magischen Bonbons zu kaufen. Aber pass auf: die Kleinen wissen ganz genau, was sie wollen: sie verlangen nach ganz bestimmten Farben, Formen und Mustern. Sei flink und kombiniere sie richtig. Gib ihnen keine falschen Bonbons, sonst werden sie ganz schnell sauer. Verkaufe deine Bonbons so schnell wie möglich, um das höchste Trinkgeld zu bekommen. Verdiene mehr Geld als alle anderen Ladenbesitzer und werde Bonbonkönig!

Wenn du nun Lust bekommen hast, unsere „Candy Maniacs“ auszuprobieren, melde dich sofort bei uns, um einer von 10 exklusiven Betatestern zu werden!

 Hierzu solltest du folgende Voraussetzungen erfüllen:

  • du bist Erwachsen oder mindestens 12 Jahre alt
  • du besitzt ein iPad oder iPhone
  • du spielst zumindest ab und zu Spiele auf Deinem iPad/iPhone
  • du könntest ca. 3 Stunden erübrigen (muss nicht am Stück sein), um unser Spiel zu testen

Falls dies alles auf Dich zutrifft, sag Bescheid! Dann schicken wir Dir einen Link zum Download unserer „Candy Maniacs“ und einen kurzen Fragebogen.

Für die Teilnahme an unserem Betatest-Programm klicke einfach hier.

Wir sind schon sehr gespannt, wie euch unser Spiel gefällt!