Andrea und Kai fangen einen …

Was reimt sich darauf? Genau: Hai!

Ich habe zwar noch einige Blogbeiträge nachzureichen für die letzten beiden Monate, aber dieses Ereignis musste ich euch jetzt gleich berichten.

Wir segelten gestern ganz gemütlich bei ca. 12 Knoten Wind und fast keiner Welle von Carriacou nach Union Island, als plötzlich unsere Angel anfing zu sirren. Wir sprangen beide gleich hin und Kai fing langsam an unseren Fang einzuholen. Sah auf die Ferne nach einem ganz ansehnlichen Happen aus. Vor meinem geistigen Auge lag der Fisch schon appetitlich auf unseren Tellern und ich überlegte bereits, ob wir lieber Reis und Gemüse oder Kartoffeln dazu essen wollten.

Aufgeregt fragte ich Kai, ob er denn schon erkennen könne, was es ist, doch er war sich unsicher. Erst als er ihn schon die Hälfte der Strecke reingekurbelt hatte, meinte er plötzlich: „Ach je, das ist ein Hai!“ Ich dachte natürlich, dass er mich veräppeln will und lief ans Heck, um zu schauen, was es denn nun wirklich ist. Doch Kai wollte mich nicht veräppeln: wir hatten tatsächlich einen Baby-Hai an der Angel.

Das konnte doch wohl nicht wahr sein. Nee, also diesen Fang wollten wir nicht auf unseren Tellern haben, weil wir zum einen nicht wussten, wie wir ihn töten sollten und zum anderen auch nicht, was davon überhaupt essbar ist. So entschieden wir: der muss zurück ins Meer! Aber wie sollten wir das bewerkstelligen?

Wir einigten uns darauf, dass ich ihn heraushole und versuche festzuhalten, während Kai ihm den Köder entfernt. Aber das war leichter gesagt als getan. Jedes Mal, wenn ich versuchte ihn festzuhalten, fing er wie wild an um sich zu schlagen. Seine spitzen Zähne jagten mir gehörig Angst ein und ich traute mich einfach nicht, richtig zuzulangen. Also tauschten wir die Positionen. Doch auch Kai gelang es nicht ihn festzuhalten. Wir hatten beide zu viel Respekt vor seinen kleinen aber vielen spitzen Zähnen.

Und so blieb uns keine andere Wahl, als die Leine zu kappen und ihn mit einem Wangenpiercing wieder zurück in die Freiheit zu entlassen. Das tat uns so leid, aber wir wussten uns nicht anders zu helfen. Hoffentlich wird er den Haken im Laufe der Zeit wieder los.

Und das nächste Mal hätten wir dann gerne einfach mal wieder einen Thunfisch oder eine Dorade!

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