Bastel- und Freizeitstress in Grenada

Der Kurzurlaub hatte uns sehr gut getan und unsere Silence muss wohl auch gespürt haben, dass sie es mit ihren vielen Reparaturen mal wieder übertrieben hatte und ließ uns eine Weile in Ruhe.

So wechselte Kai das Getriebeöl des Außenborders, polierte unsere Edelstahldrähte und erledigte Kleinigkeiten am Boot, während ich eifrig bastelte. Denn die Art Fabrik in Grenada hatte ganz viele Nespresso-Ohrringe und Ketten, Magnete und Weihnachtssterne aus Bier- und anderen Getränkedosen bestellt, die ich fertig bekommen musste. Nebenbei hatten wir noch ein paar Navigationsinstrumente, die Kai repariert hatte, zum Verkauf auf Facebook gestellt und wir trafen uns mit Freunden zum Abendessen oder zu Spieleabenden.

An einem Sonntag gab es einen Boat Rumble von Seglern für Segler, an dem jeder ohne Standgebühren alle möglichen Dinge verkaufen darf. Wir nahmen ein paar Bootssachen mit, die wir gerne verkaufen wollten und ich packte noch ein bisschen Schmuck ein. Leider verkaufte ich nur eine Kette, aber dafür konnten wir einen Inverter und ein repariertes Display fürs Boot an den Mann bringen. Das hatte sich also gelohnt, zumal wir auch noch viele alte Bekannte trafen. Ein rundherum gelungener Vormittag! 

Zwar waren wir nun ganz schön im „Freizeitstress“, aber es war schön, öfter mal vom Boot runter zu kommen und so viele Freunde zu treffen.

Als ich nach zwei Wochen meine Bastelarbeiten bei der Art Fabrik abgeliefert hatte, hieß es wieder Abschied nehmen von den ganzen Freunden und Bekannten und wir segelten weiter nach Carriacou.

Das heißt wir wollten nach Carriacou segeln, doch wir hatten wieder Pech mit dem Wetter. Wir hatten extra einen Tag mit genügend Wind abgewartet, doch wir hatten nicht bedacht, dass gerade Vollmond war, der eine extreme Strömung mit sich brachte. Der Wetterbericht hatte ca. 13-15 Knoten angekündigt, es waren dann aber tatsächlich nur ca. 10 Knoten. Mit 2 Knoten Strömung gegen uns kamen wir überhaupt nicht vorwärts. Wir segelten eine 3/4 Stunde, wendeten zwei Mal und kamen unserem Ziel 0,4 Seemeilen näher. Das hatte so keinen Sinn, zumal wir noch 20 Seemeilen vor uns hatten! Also packten wir die Segel ein und motorten wieder den Rest des Tages. Das war ganz schön frustrierend!

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