Martinique – alles wie immer

Der Törn nach Martinique war relativ unspektakulär und wir erreichten St. Anne am frühen Nachmittag.

Dort starteten wir unser übliches Programm: einklarieren, Wäsche waschen und im „L’Atelier“ (die Boutique, die meinen Schmuck verkauft) neue Bastelarbeiten abliefern.

Bevor es in den Waschsalon ging, mussten wir jedoch noch die hoffentlich letzte Nachwirkung unseres Deutschland-Aufenthalts in Ordnung bringen. Alle vier Bezüge der Matrazen in den Gästekabinen waren schrecklich verschimmelt und wir reinigten diese (mit Mundschutz ausgestattet) mit Chlorbleiche und Zahnbürsten. Das war eine Heidenarbeit, doch es hat sich gelohnt. Nachdem wir die Bezüge dann noch gewaschen hatten, sahen sie wieder aus wie neu.

Danach ging es direkt weiter nach Le Marin, wo wir Leader Price, Carrefour, diversen Bioläden, Caraibe Marine und Polymar (beides Schiffszubehörläden), Akwaba (einem Angelzubehörladen), dem Baumarkt und meinem Lieblingsgeschäft Domia einen Besuch abstatteten. Domia hatte bei unserem letzten Besuch wegen Renovierungsarbeiten geschlossen und tatsächlich war es nun noch größer und schöner wieder eröffnet. Ich freute mich riesig!

Es dauerte eine ganze Woche und unzählige Fahrten zu Leader Price bis wir Käse, Wurst, Milch, Mehl, Konserven, Müsli, Schokolade, Reis, Nudeln und vieles mehr für die nächsten drei Monate eingekauft hatten.

Bei den Schiffszubehörläden gab es einen neuen Wasserhahn und Lichtschalter für unsere Gäste-Toilette, Wasserfilter, eine neue Sicherheitsleine für die Außenseite des Salons, Schrauben inkl. Abdeckungen für unsere Deckenverkleidungen, einen neuen Schäkel für unseren Hahnepot, Winschfett, … Man sollte nicht glauben welch lange Liste sich jedes Mal in nur 6 Monaten ansammelt.

Auch ein neuer Feuerlöscher musste her, denn unsere alten waren bereits seit Ewigkeiten abgelaufen. Doch wir hatten den ältesten von 2002 mal ausprobiert und er funktionierte noch einwandfrei. Und so ersetzten wir nur diesen einen und vertrauen darauf, dass die anderen auch noch genauso gut funktionieren.

Und irgendwann hatten wir alles beisammen und fuhren für eine letzte Übernachtung nach St. Anne, bevor es am folgenden Tag weiterging nach St. Pierre.

Dies war wieder ein Segeltag, der es in sich hatte. Zuerst hatten wir wunderschönen Rückenwind. Ich wusste gar nicht mehr, wie angenehm es sich so segelt. Der Wind pustet ein kleines bisschen, die Wellen schieben einem vorwärts, es herrscht eine himmlische Stille. Ach, wäre Segeln doch nur immer so!

Doch nach ca. 2 Stunden mussten wir auf einen anderen Kurs gehen und hatten nun Wind direkt von der Seite, während wir in die Rade de Fort de France hinein fuhren. Hier blies es wie immer ordentlich! Wir waren froh, dass wir im ersten Reff waren und uns somit die Böen von 30 Knoten nichts anhaben konnten. Doch leider zog auch ein Schauer nach dem anderen aus der Bucht heraus und diese waren ganz schön schwarz und bedrohlich. Doch wir hatten Glück, denn lediglich einer streifte uns noch ganz am Rande und drückte uns mit Wind von hinten aus der Rade hinaus. Na, das war ja nochmal gut gegangen und wir konnten den Rest der Strecke bis kurz vor St. Pierre bei schönstem Sonnenschein gemütlich segeln.

In St. Pierre ankerten wir vor der schönen Altstadt mit dem Mount Pélé, dem höchsten Berg Martiniques, im Hintergrund und genossen die Abendstimmung.

2 Gedanken zu „Martinique – alles wie immer

  1. Liebe Andrea, lieber Kai, alles Gute im neuen Jahr!
    Herzliche Grüße aus Hoggene, Stefan

    PS…und heute Abend wird wieder an der Ablösung unseres Dauerskatmeisters Tom gearbeitet… ;O

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