Dieses Jahr ist alles anders – Teil 3

Am Sonntag Nachmittag erhielten wir per e-mail einen Termin für den Covid-Test für Montag 7:45 Uhr. So standen wir also zusammen mit der Besatzung von 5 anderen Booten pünktlich am genannten Treffpunkt, der völlig verlassen da lag. Man sollte meinen, dass wir das nach so langer Zeit gelernt hätten, dass hier Island Time herrscht und niemals irgendjemand pünktlich ist, aber daran können wir uns nur schwer gewöhnen. Aber bereits um kurz nach 8 Uhr rückte dann auch schon die Ärztin samt Verwaltungspersonal an. Jeder von uns musste ein kurzes Formular ausfüllen, US$45,- für den Test berappen und dann zur Blutabnahme gehen.

Diese erfolgte einfach an einem Tisch unter dem Pavillon am Ende des Stegs. Die Dame war sehr geübt und alles lief wie am Schnürchen. Kai ließ mir den Vortritt, weil ich, wenn es um Spritzen u.ä. geht, immer etwas aufgeregt bin und es somit schneller hinter mir hatte. Ich stand wartend da, als Kai Blut abgenommen bekam, als ich plötzlich aus dem Augenwinkel etwas rotes an meinem Arm sah. Was war denn das? Ach herrje, mir lief das Blut unter dem Pflaster hervor am Arm herunter und hatte bereits einen großen Fleck auf meinem Kleid hinterlassen. Schnell bat ich um einen Wattebausch, um mir das Blut abzuwischen und die Blutung zu stoppen. Die Ärztin ließ mich nochmal Platz nehmen, desinfizierte meinen Arm und gab mir ein neues Pflaster und dann stoppte die Blutung glücklicherweise. Also so etwas war mir ja noch nie passiert!

Danach fuhren wir zurück zu unserer Silence und kamen gerade rechtzeitig am Boot an, bevor ein riesiger Regenschauer über die Bucht zog. Da hatten wir ja Glück gehabt. Und das Blut ließ sich auch gleich mit kaltem Wasser aus meinem Kleid entfernen. War also auch halb so schlimm!

Aber nun hieß es warten. Die Testergebnisse sollten bis spätestens 14 Uhr vorliegen und uns per e-mail zugesandt werden. Ich war etwas aufgeregt, denn wenn der Test positiv wäre, müssten wir noch einen PCR-Test für ca. US$100,- machen und danach mindestens zwei weitere Tage auf das Ergebnis warten. Somit hofften wir schwer, dass wir einen negativen Bescheid bekommen würden. Und bereits um 11.30 Uhr lag das Ergebnis vor: bei beiden negativ! Hurra!

In der e-mail wurden wir angewiesen wieder zum Pavillon am Steg zu kommen, wo uns dann ein endgültiges Gesundheits-Zertifikat ausgestellt wurde. Und danach durften wir zum Einklarieren gehen. Wir waren die ersten und kamen gleich dran. Dieses Mal füllte der Beamte alle notwendigen Papiere aus, während wir draußen vor dem Büro warteten. Immer wieder fing es an zu regnen, aber glücklicherweise war vor dem Büro ein großer Sonnenschirm, unter dem wir uns unterstellen konnten. Wir bekamen unsere Papiere und Ausweise mit Einreisestempeln, bezahlten EC$100,- (ca. €33,-) und es war vollbracht: wir waren offiziell in Grenada eingereist!

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