Sintflutartige Regenfälle in Antigua

Eigentlich wollten wir ein paar Besorgungen erledigen und uns dann recht bald auf den Weg nach Green Island machen, um endlich wieder schön kitesurfen zu können. Doch das Wetter machte uns einen Strich durch die Rechnung. 

Wir waren ja absichtlich ohne die Covid-Testergebnisse zu haben in Carriacou losgesegelt, weil wir wussten, dass schlechtes Wetter kommen würde. Und wir sollten sehen, dass dies eine sehr gute Entscheidung gewesen war. 

Aber dass dann solch ein garstiges Wetter anrückte, damit hatten wir nicht gerechnet.

Es regnete drei Tagen ununterbrochen und in Strömen. Kein leichter Nieselregen, nein es platschte, als ob jemand eimerweise Wasser vom Himmel kippen würde. Wir konnten keinen Fuß vor die Tür setzten und es war noch nicht einmal daran zu denken mit dem Dingi irgendwohin zu fahren. 

Mittlerweile hatte Antigua für bestimmte Bezirke eine Flutwarnung herausgegeben. Das Wasser lief wie ein reißender Fluss die Berge hinunter und überschwemmte teilweise ganze Straßenzüge in der Innenstadt. Die Autos standen fast bis zum Dach und die Gebäude meterhoch im Wasser.

Antigua hatte noch nie zuvor so viel Regen an einem Tag abbekommen. In 24 Stunden fiel zwei Mal so viel Regen wie normalerweise im ganzen November fällt. Das war sogar mehr als 1999 gefallen war, als Hurrikan Lenny über Antigua zog. In 6 Stunden fielen unglaubliche 156mm Regen! So etwas hatten wir noch nie gesehen.

Das ganze Wasser in der Bucht färbte sich braun, der Himmel war grau, es herrschte Weltuntergangsstimmung! Welch Glück, dass unsere Silence sowieso schwimmt und somit nicht überflutet werden kann.

Schulen, Kindergärten und viele Geschäfte hatten geschlossen und wir saßen auf unserem Bötchen, kochten uns Tee und holten die langärmeligen Sweat-Shirts raus.

Nach zwei Tagen war das gröbste überstanden und es gab nur noch den ein oder anderen heftigen Schauer und dazwischen Nieselregen. Und am nächsten Tag schien wieder die Sonne und man hätte nicht meinen können, dass es jemals anders war. 

Doch es dauerte noch ein paar Tage bis alle Geschäfte wieder öffneten und wir unsere Einkäufe und Besorgungen erledigen konnten. 

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