219 aktive Covid19-Fälle in Antigua

Seit etwas mehr als zwei Wochen steigen die Covid-Zahlen in Antigua drastisch an. Am Freitag, den 30. Januar wurden Bars und Restaurants geschlossen und die Ausgangssperre verlängert (nun von 20-5 Uhr). Vorletzte Woche wurden dann auch noch die Schulen geschlossen.

Und die Zahlen steigen weiter. Hatten wir vor drei Wochen nur ca. 30 aktive Covid-Fälle so waren es Anfang vergangener Woche 162 und am Samstag 219 Fälle wovon 41 im Krankenhaus liegen. Die Zahl der Toten hat sich auf 9 erhöht. Für eine Insel mit 100.000 Einwohnern sind dies natürlich immer noch nicht sehr viele aktive Covid-Fälle, aber das Krankenhaus kommt wohl schon so langsam an die Kapazitätsgrenze. Und wir sind recht sicher, dass hier nicht wirklich viele Tests durchgeführt werden und die Dunkelziffer wesentlich höher ist.

Das sind nun die Auswirkungen davon, dass Antigua als eine der wenigen karibischen Inseln weiterhin den Flugverkehr mit USA, Kanada und teilweise auch mit Großbritannien aufrecht erhielt. So kamen, wie es auch beabsichtigt war, einige Touristen ins Land, die ja, wenn sie in eine von der Regierung genehmigte Unterkunft gingen, keine Quarantäne einhalten mussten. Dies hatte viele Einheimische erzürnt, die sich, genau wie wir Segler, bei Ankunft aus einem Risiko-Land für 14 Tage selbst isolieren mussten. So hielten sich wohl auch viele Einheimische nicht an die Quarantäne-Regelungen und spazierten ebenfalls lustig durch die Gegend. Und nun ist eingetreten, was wir schon seit einigen Monaten befürchtet haben: die Zahl der Infizierten steigt und wir stehen eventuell bald vor einem erneuten Lockdown.

Am Freitag wurden dann auch die Einreise-Bestimmungen geändert. Alle Touristen müssen in den jeweiligen Hotels und Einheimische in einer Regierungsunterkunft für 14 Tage in Quarantäne. Auch Segler müssen nun, selbst wenn sie aus einem Land mit geringem Covid-Risiko kommen, für 14 Tage in Quarantäne auf dem Boot bleiben.

Aber es gibt einen Lichtblick am Horizont: am Donnerstag waren die ersten 5.000 Dosen des AstraZeneca-Impfstoffs hier ankommen. Teilweise anders als in Deutschland werden jedoch erst das Krankenhauspersonal, die Polizei, Mitarbeiter der Zoll- und Einwanderungsbehörden, Lehrer mit Vorerkrankung und anfällige Schüler geimpft werden. Das fanden wir etwas bizarr, denn in der Aufzählung fehlt eindeutig die größte Risikogruppe, nämlich die der über 80jährigen. Aber hier in Antigua hat man wohl andere Prioritäten.

Das bestätigt auch die Tatsache, dass einer bereits geimpft ist: der Premierminister von Antigua hatte sich vor 3 Wochen den Moderna-Impfstoff aus den USA bestellt und sich diesen verabreichen lassen!

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