Zweite Astra-Zeneca-Impfung erledigt

Nach dem fünfwöchigen Aufenthalt in Barbuda waren unsere frischen Lebensmittel so gut wie aufgebraucht. Wir hatten lediglich noch einen halben Kopf Rotkohl, 3 Kartoffeln und eine Zwiebel. Obst gab es schon seit einer Woche keines mehr. Auch das Mehl und die Haferflocken waren knapp geworden und so mussten wir unbedingt einkaufen gehen.

Außerdem wollten wir vor unserer alljährigen Migration nach Süden auch nochmal unsere Gasflaschen auffüllen lassen. In Falmouth wartete ein Paket mit ein paar Bestellungen aus USA auf uns, beim Schiffszubehörladen benötigten wir einige Kleinigkeiten, wir mussten zur Bank, um Geld abzuheben, und unsere 2. Impfung stand an. Da lohnte es sich, mal wieder einen Mietwagen zu nehmen.

Und so starteten wir am Montag um 8:45 Uhr am Fischerdock und erledigten erst einmal die Dinge am südlichen Ende Antiguas. Und danach gingen wir auf Mangojagd. Es ist gerade Mango-Saison und die Bäume hängen alle voll mit diesen köstlichen Früchten. Aber leider stehen die meisten Bäume auf Privatgrundstücken und so mussten wir sie bisher teuer auf dem Markt erstehen. Doch ein italienischer Freund von uns hatte einen Geheimtip. Er kennt einen Platz, an dem es einen ganzen Mango-Wald gibt und erklärte uns wie wir diesen finden.

Wir verfuhren uns zwar erst einmal und sind jetzt noch nicht ganz sicher, ob wir den richtigen Ort tatsächlich gefunden haben, aber Mangos fanden wir zuhauf! Unter unzähligen Mangobäumen lagen die verschiedensten Sorten auf dem Boden. Ich sammelte und sammelte bis wir eine halbe Tasche voll Mangos hatten. Kai musste mich irgendwann stoppen, weil ich völlig im Sammelwahn war. Das war das totale Mango-Paradies!

Da wir wesentlich mehr Mangos gesammelt hatten als geplant, beschloss ich, gleich im Supermarkt Gelierzucker zu kaufen und uns aus einigen von den Früchten Marmelade zu machen. Doch der erste Supermarkt hatte überhaupt keinen Gelierzucker und der zweite hatte lediglich eine einzige Sorte. Ein 1:1 Gelierzucker (1kg Früchte auf 1kg Zucker) für sage und schreibe €8,- pro Paket (ich schätze das Äquivalent von Südzucker kostet weniger als €2,-) Mir fiel die Kinnlade herunter und ich beschloss, dass wir die Früchte dann doch einfach so essen werden. Ist sowieso gesünder und weniger Arbeit!

Nachdem wir alle Einkäufe und Besorgungen erledigt hatten, ging es dann noch zum Impfen. Um ca. 15:30 Uhr kamen wir bei der Polyklinik in Glanville an und durften mit dem Auto direkt vor der Eingangstür zur Klinik parken.  Wir waren noch nicht richtig ausgestiegen, da wurden wir schon in Empfang genommen. Ob wir zum Impfen kämen. Wir bejahten. „Dann schnell, schnell, kommen Sie!“ Nanu, warum denn diese Eile? Wir fragten, ob wir zu spät seien, denn im Internet steht, dass die Klinik bis 17 Uhr geöffnet ist. Ja, das war so auch korrekt, aber anscheinend war die Schwester trotzdem gerade im Begriff Feierabend zu machen. Also schnell rein, ein paar Fragen zu unserem momentanen Gesundheitszustand und den Nebenwirkungen der ersten Impfung. Gleichzeitig war schon der Puls gemessen worden und so konnte es gleich weiter gehen in den Impfraum. Dort stand die Schwester bereits mit der Spritze parat und zack war die zweite Impfung erledigt. Ich glaube seit wir aus dem Auto gestiegen waren, waren höchstens 7-8 Minuten vergangen. Jetzt in den Warteraum, dort noch das Formular ausfüllen, das normalerweise vorher ausgefüllt wird. Ein paar Minuten später bekamen wir unsere Impfbescheinigung und durften auch schon gehen. Insgesamt hatte die ganze Sache höchstens 20 Minuten gedauert. Solche Effizienz hatten wir hier in der Karibik bisher noch nie gesehen. Wir erleben doch immer wieder Überraschungen!

Danach ging es für uns direkt zurück zum Fischerdock, wo wir die ganzen Einkäufe und anderen Dinge vom Auto umluden in unser Dingi. Gut, dass wir unsere Silence hier in der Bucht geparkt hatten und somit mit dem vollbeladenen Dingi keinen weiten Weg hatten.

Und glücklicherweise hatte die zweite Impfung auch nicht so starke Nebenwirkungen wie die erste. Ich wachte lediglich nachts auf und bekam überhaupt keine Luft mehr durch die Nase. Dadurch war mir der ganze Mund ausgetrocknet und die Zunge war völlig taub und klebte fest. Ich nahm eine Ladung Nasenspray, trank etwas Tee und schlief dann so 1 1/2 Stunden später endlich wieder ein. 

Am Morgen war ich dann ziemlich gerädert, hatte Kopfschmerzen und fühlte mich einfach völlig erschlagen. Auch Kai hatte leichte Kopfschmerzen und war etwas k.o. Während es Kai dann am Nachmittag jedoch schon wieder ziemlich gut ging, hielt dieser Zustand bei mir den ganzen Tag an. Am Mittwoch Morgen waren wir beide wieder quietschfidel, dafür ging es Kai dann am Nachmittag nicht so richtig gut und die Einstichstelle fühlte sich noch an wie ein großer blauer Fleck. Aber wir sind froh, dass wir das mit den Impfungen hinter uns gebracht haben und nun hoffen wir darauf, dass es auch hier in der Karibik bald ein paar Lockerungen der Maßnahmen geben wird.

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