Neue Relingsspanner

Und auch unser nächstes Projekt war kein Reparaturprojekt, sondern eine Verschönerungsarbeit. Obwohl sich dann mittendrin herausstellte, dass es doch ganz gut war, dass wir die Teile mal getauscht hatten.

Und zwar ging es um die Spanner unseres Relingsdrahts. An beiden Seiten unserer Silence führt eine Art Zaun von vorne nach hinten und am Heck über die gesamte Breite, damit man nicht so schnell ins Wasser fällt. Und dieser Zaun hat zwischen den Stützen keine Bretter, sondern Drahtseile. Diese sind mit insgesamt 10 Spannern an den Stützen festgemacht. Und diese Spanner hatten schon vor einiger Zeit angefangen außen etwas zu rosten. Kai polierte sie regelmäßig, aber kaum hatte er sie poliert, schon tauchten wieder Rostflecken auf. Es war eine Sisyphusarbeit!

Und nachdem wir hier in einem der Schiffszubehörläden die notwendigen Spanner gesehen hatten, beschloss Kai, diese alle auszutauschen, um sich in Zukunft einiges an Polierarbeiten zu ersparen. 

Klingt recht einfach, doch leider war es nicht ganz so einfach wie wir hofften. Denn die Spanner hatten wir bereits seit Jahren nicht mehr geöffnet und deshalb ließen sie sich überhaupt nicht losschrauben. Sie hingen komplett fest. Das war ein ganz schönes Stück Arbeit für Kai die Spanner mit viel Geduld, Fahrradöl und Zange zu öffnen, die Gewinde zu säubern und dann die neuen Spanner aufzuschrauben. Ich putzte währenddessen die ganzen Ösen, durch die der Draht durchgeführt und festgemacht wird. Kai schaffte jeden Vormittag zwei Stück, dann taten ihm seine Hände so sehr weh, dass er nicht mehr weitermachen konnte. Das heißt, um die 10 kleinen Spanner zu tauschen, benötigten wir 5 Vormittage! Und da fragen uns manchmal Leute, ob es uns auf dem Boot denn nicht langweilig wird 😉

Aber immerhin stellte sich bei der Arbeit heraus, dass es nicht nur eine optische Verbesserung war. Denn einer der Spanner zerbrach in zwei Stücke als Kai ihn öffnen wollte und auch die anderen sahen nicht mehr so richtig schön aus. Gut, dass wir das Projekt angegangen hatten, bevor uns die Spanner an der Reling durchgebrochen waren.

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