Atemberaubendes Barbuda

Da am 1. Juni bereits offiziell die Hurrikan-Saison begann, sind in Barbuda so gut wie keine Boote mehr unterwegs, weil sich bereits viele gegen Süden aufgemacht haben. Seit unser italienischer Bekannter Robbie uns vor einer Woche verließ, haben wir genau drei andere Boote aus der Ferne gesehen. Und so ankern wir ganz alleine und verlassen am kilometerlangen Sandstrand.

Kai geht es mittlerweile wieder gut und die Gürtelrose ist verheilt. Und so können wir auch endlich wieder beide kiten gehen. Doch da der Wind in der Low Bay dieser Tage etwas sehr böig war, beschlossen wir nacheinander mit dem gleichen Equipment zu fahren. Vorteil: einer ist jeweils am Strand und kann wieder tolle Photos machen. Auch hier sind wir ganz alleine und so weit das Auge reicht gibt es nur türkisfarbenes Wasser und pinkfarbenen Strand. Ein Traum!

Wir lieben Barbuda!

Genug vom Baulärm

Vier Wochen waren wir nun hier am Coco Point. Doch so toll das Kitesurfen hier ist, so nervig ist der Baulärm und -dreck des Barbuda Ocean Clubs. Wie ich ja in anderen Blogbeiträgen schon mehrfach berichtet hatte, entsteht hier ein riesiges Resort. Mittlerweile sind 5 Villen (von insgesamt 75!) fast fertig und eine sechste befindet sich im Bau. Und auf der anderen Seite der Bucht werden dreistöckige Appartmenthäuser hochgezogen. Diese sind nicht nur sehr hässlich anzuschauen, sie zerstören auch komplett den Wind zum Kiten. Aber es kann nun mal nicht jeder die US$12 Mio. für eines der Doppelgrundstücke bzw. US$6 Mio. für ein kleines Einzelgrundstück aufbringen. Deshalb gibt es die preisgünstigen Appartments für nur US$2 Mio. 

Also jetzt mal ehrlich, was würde euch besser gefallen: die Luxus-Zelte, die dazu da sind, damit Investoren hier einen Kurzurlaub verbringen und sich eines der Grundstücke aussuchen können oder einen dieser hässlichen Betonbunker? Oder vielleicht eine Segelyacht, die da draußen im türkisfarbenen Wasser fast ohne Nachbarn liegt? Wir glauben, dass wir die schönste Alternative besitzen und bemitleiden die Investoren.

Grandios ist allerdings dieses Grundstück:

Hier hat sich jemand für US$6 Mio. einen Start- und Landeplatz für seinen Kite begrünt. Die Dekadenz der heutigen Zeit kennt keine Grenzen!

Wir haben auf jeden Fall jetzt erst einmal wieder genug von den braunen Staubwolken, die den ganzen Tag auf unser Boot getragen werden und dem nervigen Gepiepse der Baumaschinen. Selbst in unserer Silence ist alles völlig verdreckt!

Also nichts wie Anker auf und ab in die Low Bay, wo wir dann erst einmal unser Boot putzen.

Impressionen vom Coco Point

Während ich im letzten Beitrag leider mal wieder von den Schattenseiten unseres kleinen Paradieses erzählen musste, will ich heute über die Sonnenseiten schreiben.

Wobei, schreiben werde ich dieses Mal gar nicht viel, ich werde eher Bilder sprechen lassen. 

Kai geht es glücklicherweise wieder etwas besser und so wollte er nicht mehr den ganzen Tag nur im Bett liegen oder auf dem Boot rumsitzen. Und deshalb begleitete er mich zum Kitesurfen und machte ein paar schöne Photos und Videos von mir und wir machten kleine Strandspaziergänge. Hier ein paar Impressionen: