Erneut Silvester in Barbuda

Wie bereits im vergangenen Jahr, feierten wir auch dieses Jahr wieder Silvester in Barbuda zusammen mit zwei Gästen von uns.

Wir hatten leider etwas raue See für den Törn nach Barbuda, doch unseren Gästen machten die 2,80m hohen konfusen Wellen und die 25 Knoten Wind glücklicherweise nicht viel aus. Cheryl war wesentlich seefester als ich und hatte einen Mordsspaß. Bill beschäftigten wir mit angeln und wir hatten auch zwei richtig große Brocken am Haken, doch leider konnte sich der eine bereits beim Einholen losreißen und der andere entkam uns, als wir ihn gerade an Bord holen wollten. Schade, das wäre ein schönes Abendessen geworden. Immerhin fingen wir noch einen kleinen Makrele, der für uns alle als Vorspeise reichte.

Am Silvester-Nachmittag fuhren wir mit dem Dingi zu Enochs Bar Shack-a-Kai. Während Enoch die frischen Langusten halbierte und für den Grill vorbereitete, unternahmen wir einen kleinen Strandspaziergang. Und wie immer waren wir ganz alleine am kilometerlangen Strand.

Als wir zurück kamen, waren die Langusten fertig und wir konnten im Sonnenuntergang unser leckeres Silvestermenu genießen.

Da es nun noch ein paar Stunden hin war bis zum Beginn des neuen Jahres, fuhren wir zurück auf unsere Silence, aßen unser Dessert und köpften schon mal etwas vorzeitig die Flasche Champagner. Um 22 Uhr waren wir alle so müde, dass wir ins Bett fielen und uns den Wecker auf 23:50 Uhr stellten, in der Hoffnung, dass der Barbuda Ocean Club, vor dem wir geankert hatten, uns mit einem schönen Feuerwerk beglücken würde.

Unsere Hoffnung erfüllte sich: wir saßen quasi in der ersten Reihe, als vorne am Strand zu Beginn des neuen Jahres ein wunderschönes Feuerwerk erstrahlte!

Und hier noch ein paar Impressionen unseres Törns (Video):

Wir können uns einfach nicht losreißen,…

…weil es hier in Barbuda so wunderschön ist. Es ist und bleibt einfach eine unserer Lieblingsinseln in den kleinen Antillen.

Auch unser jetziger Ankerplatz liegt wieder an einem kilometerlangen Sandstrand. Seit wir vor fast 14 Tagen vom Coco Point in die Low Bay gesegelt sind, haben wir keinen anderen Menschen getroffen. Ganz selten sehen wir mal ein anderes Schiff, ab und an fahren in der Ferne ein paar Fischer vorbei. 

Wir verbringen die Tage mit kleinen Projekten am Boot, kitesurfen und langen Strandspaziergängen. Auch hier stoßen wir wieder auf Schildkrötenspuren im Sand. Wir folgen diesen vorsichtig und finden zwei Nester. Wenn wir nur wüssten, wann die jungen Schildkröten schlüpfen werden. Das würden wir uns zu gerne ansehen!
Diese unberührte Natur ist einfach ein Traum!

Und manchmal holt sich die Natur sogar ganz schnell wieder ihre Unberührtheit zurück. Wo im Dezember noch eine schöne kleine Strandbar stand, sieht man jetzt nur noch Überreste davon. Das Wasser und die Wellen haben die Bar einfach weggeschwemmt! 

 

Weil’s so schön war, …

…gingen wir jetzt gleich nochmal schnorcheln.

Dieses Mal fuhren wir jedoch mit unserer Silence zu einem etwas weiter außerhalb gelegenen Riff und ankerten direkt dahinter. Schnorchelbrille auf und los geht’s zur Erkundungstour.

Wir schnorchelten zuerst Richtung Osten gegen die Strömung, um dann das Riff einmal komplett zu umrunden. Und auch hier waren wir wieder fasziniert von der Vielzahl der Korallen und Fische. Highlight dieses Schnorchelgangs waren für uns jedoch die vielen Drückerfische und die Elchgeweihkorallen. Nachdem Hurrikan Irma im Jahr 2017 über Barbuda gefegt war, lag hier nicht nur an Land alles in Schutt und Asche, auch im Wasser hatte Irma einigen Schaden angerichtet. Fast alle Elchgeweihkorallen waren abgestorben und man sah nur noch ihre toten Gerippe.  Doch hier haben sich diese Korallen anscheinend mittlerweile wieder angesiedelt und wir konnten sie an mehreren Stellen im Riff bewundern. Dazu noch riesige Schwärme von Drückerfischen. Das ist so meditativ, einfach nur im Wasser zu schweben und diese Pracht und Artenvielfalt auf sich wirken zu lassen!