Mein geliebtes Union Island

Nachdem wir in Carriacou ausklariert hatten, segelten wir weiter nach Union Island. Das war der Segeltörn, bei dem wir einen kleinen Hai aus dem Wasser fischten. Aber das wisst ihr ja bereits (falls nicht, findet ihr den Beitrag hier).

Eigentlich wollten wir ca. 7-10 Tage in Union Island bleiben, um an einem meiner liebsten Kitespots endlich mal wieder etwas zu kiten. Doch wir hatten nicht so richtig Glück mit dem Wetter. Während normalerweise Anfang November die Passatwinde wieder einsetzen, gab es dieses Jahr fast nur Flaute. Nach 10 Tagen waren wir lediglich zwei Mal gekitet. Doch dann setzte endlich ein Wochenende lang der Wind ein. Leider nutzen nicht nur wir dieses Wochenende zum Kiten, sondern andere Boote mit Kitesurfern fielen wie die Heuschrecken in die Bucht ein. Waren wir zuvor für eine ganze Weile drei Boote, so waren es plötzlich mehr als 10 mit insgesamt mehr als 30 Kitesurfern! An einem Kitespot, wo man sehr schön zu dritt kiten kann, es mit fünf oder sechs auch noch möglich ist und es mit mehr als 10 Kitern keinen Spaß mehr macht, waren 30 Kiter ein Albtraum! So lange hatten wir auf Wind gewartet und nun sowas! Das war doch zum Mäuse melken.

Kaum war das Wochenende mit tollem Wind vorbei, zogen die Heuschrecken weiter und wir waren nur noch sechs Boote in der Bucht. Eigentlich hätten auch wir langsam weiter ziehen sollen, doch wir wollten so gerne noch ein paar Tage in aller Ruhe hier kiten. So beschlossen wir, noch zu bleiben bis es wieder Wind hat, dann ein paar Tage zu kiten und danach unsere Reise nach Norden fortzusetzten.

So nutzten wir die Zeit zum Boot putzen und um weitere kleine Reparaturen durchzuführen: auf der Fahrt von Grenada nach Carriacou konnten wir urplötzlich unsere Backbord-Winsch nicht mehr benutzen und so hatten wir bereits in Carriacou den äußeren Teil zerlegt, gereinigt und gefettet. Doch auf der Fahrt von Carriacou nach Union Island hatten wir festgestellt, dass sie immer noch nicht wieder richtig funktionierte. Und so mussten wir sie komplett zerlegen, was bedeutet, dass man in der Decke unseres Salons eine Verkleidung entfernen muss, um an die Schrauben für die Winsch zu kommen. Das war mal wieder ein Projekt für einen Vormittag, aber es hatte sich gelohnt, denn danach funktionierte sie wieder einwandfrei.

 

An meinem Kite mussten wir ein Ventil ausstauschen, weil dieses sich in der Hitze in Tobago einfach aufgelöst hatte. Außerdem war im Bad ein Teil der Wandverkleidung herunter gekommen, den wir neu verklebten. Und überall entdeckten wir weitere „Schimmelecken“. Es nahm einfach kein Ende.

Aber wir machten auch ein paar schöne Spaziergänge an Land, sammelten Treibholz für meine Drahtfiguren und Muscheln für Ohrringe. Ich bastelte einiges an Schmuck für Martinique und wir vertrieben uns die Abende mit unseren Schweizer Freunden beim Brändi Dog spielen bis es endlich nochmal Wind gab und wir ein paar Tage kiten konnten.

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