Ich verkaufe ja schon seit einiger Zeit Souvenirs und Schmuck bei Zemi’s in Antigua. Und nun hat der Eigentümer von Zemi’s in der Nähe seines Shops noch eine kleine Art Gallery eröffnet. Hier dürfen lokale Künstler ihre Gemälde und andere Kunstgegenstände ausstellen und verkaufen. Und netterweise hat er auch mir angeboten, dass ich dort einige meiner Bastelarbeiten anbieten darf.
Somit war mal wieder basteln angesagt. Ich hatte ja bereits in Barbuda einiges an Treibholz gesammelt und musste mich nun mal noch daran machen, dieses abzuschleifen und meine kleinen Aluminium-Figuren zu biegen und mit Shorts und Kleidchen aus Bier- und Cola-Dosen zu bekleiden. Dann mussten Löcher ins Treibholz gebohrt werden und die Figuren ins Treibholz gesteckt und geklebt werden.
Das ist immer ein ganz schön aufwändiger Prozess, aber wenn ich ein paar Surfer, Segelboote oder Pärchen fertig habe, freue ich mich über die lustige Ansammlung.
Schon während unseres Aufenthalts in Barbuda hatte ich auch eifrig Nespresso-Armbänder, Armbänder aus Dosenverschlüssen, Ohrringe aus Samen und Nespresso-Ohrringe gebastelt. Da mir „The Barracks“ aber leider keine Ständer oder ähnliches zur Verfügung stellen konnten, musste ich mir dieses Mal selbst überlegen, wie ich meine Bastelsachen präsentieren könnte. Für die Armbänder fand ich schnell eine Lösung aus Treibholz, aber was sollte ich mit den Ohrringen machen? Glücklicherweise hatte Solveig eine grandiose Idee: sie hatte noch eine alte Fächerkoralle zu Hause, die sie mal irgendwann an einem Strand gefunden hatte, sprühte diese mit weißer und türkiser Farbe ein und schraubte sie auf einen kleinen Holzsockel. Welch unglaublich tolle Idee für die Präsentation meiner Nespresso-Ohrringe!
Und nachdem wir dann alles beisammen hatte, konnten wir es in die Stadt bringen. „The Barracks“ liegt, wie auch Zemi’s, in einem der ältesten Viertel von St. John’s, genannt Redcliffe Quay. Im 18. Jahrhundert war dies der Hauptumschlagplatz für Sklaven, Rum, Zucker und Kaffee. Und auch heute wird hier noch einiges gehandelt. Jetzt befinden sich in den alten Gebäuden mit einem wunderschönen Innenhof viele kleine Geschäfte, Kunstgallerien, Bistros,… Redcliffe Quay hat einen ganz besonderen Charme und wir fühlen uns immer wie in eine andere Zeit versetzt, wenn wir aus dem lauten Trubel St. John’s in dieses ruhige zauberhafte Areal flüchten können.
Irgendwie erfüllt es mich schon etwas mit Stolz, dass auch ich in einem dieser schönen Geschäfte meine Bastelarbeiten anbieten darf.
Nachdem wir meine Bastelarbeiten abgeliefert hatten, aßen wir direkt neben Zemi’s zusammen zu Mittag und dann gönnte Kai sich noch ein Eis beim leckeren Eiscafé am Redcliffe Quay. Heute ließen wir es uns mal richtig gut gehen!
Doch nach dem Vergnügen kam dann noch der nicht ganz so angenehme Part. Morgens waren wir bereits bei einigen Baumärkten gewesen und hatten uns beim Fabrikverkauf ein paar 1l-Behälter Joghurt gekauft und nun hieß es noch die restlichen Erledigungen zu tätigen. Wir kauften auf dem Markt frisches Obst und Gemüse und während Solveig zur Bank ging, fuhren wir zur Raffinerie. Hier hatten wir morgens unsere Gasflaschen zum Befüllen abgegeben und mussten diese jetzt abholen. Danach noch geschwind ein Stopp an der Tankstelle und einen Kanister Diesel und einen Kanister Benzin betanken und dann ging es im größten Supermarkt St. John’s zum Einkaufen.
Morgens um 9:30 Uhr waren wir losgefahren und kurz vor Sonnenuntergang kamen wir wieder auf unserer Silence an. Irgendwie ist solch ein Tag in der Stadt immer ganz schön anstrengend!




























































